Rezension | Same Love: Nur mit dir - Nadine Roth


Same Love | Nur mit dir | Band 1 | Nadine Roth |
470 Seiten | Sternensand Verlag | erschienen am 1. September 2017
 Ebook: 6,99 €, Print: 12,95 € | Ansehen? Bei Amazon, beim Verlag
*Rezensionsexemplar

Ein Buh voller Liebe, Leidenschaft und dem Gefühl, dabei gewesen zu sein.

» Der Inhalt «

»LOVE IS LOVE«
Die siebzehnjährige Sam will nur eins in ihrem Leben: glücklich sein. Doch wenn sie in den Armen ihres Freundes Robin liegt, ist sie ganz und gar nicht glücklich. Es fühlt sich falsch an. Unvollständig. Erst als die neue Schülerin Romy wie ein Wirbelwind nicht nur ins Klassenzimmer, sondern auch in Sams Leben platzt, sind da mit einem Mal die Gefühle, die sie sich bei Robin so sehnlich gewünscht hat. Die sich richtig anfühlen und vor denen Sam sich dennoch fürchtet. Es kann doch nicht sein, dass sie sich ausgerechnet in eine Frau verliebt! Oder doch? Und selbst wenn – hat diese Liebe überhaupt eine Chance in einer Welt voller Intoleranz, Vorurteilen und Tabus? Eine Geschichte über ein Coming-out und die ganz große Liebe.
Quelle: Sternensand Verlag

» Das Fazit «

Tatsächlich bin ich jemand, der sagt, dass er_sie keine Liebesgeschichten nicht lesen möchte. Doch dieser Klappentext hat mich so neugierig gemacht und da ich durch Bloody Mary wusste, wie Nadine Roth schreibt, wusste ich, dass ich um dieses Buch wohl nicht herumkommen würde.

Nachdem ich den Klappentext gelesen habe, war ich neugierig, was mich erwarten würde. Allein der Einstieg verläuft spielend. Der Leser lernt Sam durch den fantastischen Einstieg gut genug kennen, um sie direkt nachvollziehen zu können. Die Gedanken, ihr Alltag, all das sind Dinge, die der Leser in einer solch ähnlichen Form selber irgendwann schon einmal erlebt hat.
Vor allem aber kam mir die Beziehung zwischen Sam und Robin verdächtig bekannt vor und genau diese Gedankengänge von Sam sind es dann auch, die sie mich haben ins Herz schließen lassen.
Sie zeigt im Verlauf der Geschichte, dass es okay ist, nicht immer eine perfekte Beziehung zu führen und das genau so etwas dafür sorgen kann, dass man seinen eigenen Lebensalltag hinterfragt.
Denn genau dieser Umsturz, oder Wandel, wird vor allem durch Romy vorangetrieben.
Immer wieder merkt der Leser die Spannung zwischen den beiden, schmeckt es förmlich in der Luft und der Schreibstil sorgte dann auch noch dafür, dass ich durch die alltagsnahen Situationen komplett in der Geschichte gefangen war.
Ich war Sam, Romy und alles dazwischen.
Was der Autorin wieder ein Mal gelungen ist, ist das Zusammenspiel von "Tabuthemen", oder besser gesagt Themen, mit denen nicht jeder Mensch klar kommt. So verknüpft sie die Gedanken einer unglücklichen Beziehung, dem Zwang zu anderen Tätigkeiten mit dem "sich hingezogen fühlen" zu jemand anderem und sind wir mal ehrlich, kennt das nicht jeder von uns irgendwie?
Sie verknüpft dies mit einer Thematik, die in der Gesellschaft leider immer noch nicht von allen anerkannt ist, vermittelt ein Gefühl des "normal" seins, denn obwohl es um Homosexualität geht, hatte ich an keiner Stelle das Gefühl, dass gerade dies etwas Hervorgehobenes sei. Es war einfach da, einfach normal und in der Hinsicht sollten sich meine anfänglichen Befürchtungen, es könnte zu aufgesetzt wirken, nicht bestätigen.

Die lebensechten Figuren und die Handlung voller Spanungsbögen und Pausen, die so romantisch wie erotisch waren, haben das Ganze zu einem wundervollen Leseerlebnis gemacht.
Ich hatte lediglich ein kleines Problem, dass die Handlung an sich recht fix von statten ging, die Liebesbeziehung sich aber irgendwie erst Richtung Ende entwickelte und ich somit den Eindruck hatte, an einigen Stellen auf der Stelle zu treten, oder mehr zu wissen als Sam.
Dies tat dem Lesevergnügen eben aufgrund der Schnelligkeit der Story als solche keinen Abbruch.

Dementsprechend vergebe ich 4 von 5 Sternen, da ich vor allem die Gefühle in jeder Zeile fast greifbar fand und Sam wirklich in mein Herz geschlossen habe.
Eine Geschichte, die zuckersüß und bitter zugleich ist.
Eine Story, die mein Herz erobern konnte und das soll schon etwas heißen.

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