Blogtour | Internet: Ein Leben fernab der Realität

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Heute ist schon der vierte Tag unserer Tour zu "Cloud". Heute soll es um das Leben im Internet gehen, die Gefahren, die damit verbunden sind, gehen, um dann einen Bezug zum Buch herstellen zu können.

An dieser Stelle sei gesagt, dass das Buch kostenlos für diese Tour zur Verfügung gestellt wurde und die Thematik durch die Agentur vorgegeben ist, dies aber keinen Einfluss auf meine Meinung hat.

Und um dieses Buch geht es (es folgt ein Werbeblock)

Cloud | Claudia Pietschmann | Arena Verlag | 368 Seiten
erschienen am 10. August 2017
Beim Verlag, bei Amazon

Der Klappentext:
Emma ist verliebt: Paul versteht sie wie kein anderer, seit ihr kleiner Bruder verstorben ist. Die beiden haben sich zwar noch nie getroffen, aber online teilen sie alles miteinander. Paul will alles über sie wissen und Emma schneidet bereitwillig ihr ganzes Leben für ihn mit. Immer wieder fallen ihm Überraschungen ein, die er ihr über das Internet per Knopfdruck schickt. Aber die netten kleinen Gefallen, die Paul ihr tut und ihr Leben schöner machen, bekommen bald einen bitteren Beigeschmack. Denn für Paul scheint Emma das einzige Fenster zur Welt zu sein. Ihrem Wunsch, sich endlich zu treffen, weicht er aus. Was ist los mit Paul - und gibt es ihn überhaupt?
Quelle: Amazon.de


Noch während ich dieses Buch lese, wird mir bewusst, wie sehr das Internet mein Leben bestimmt, wie sehr ich davon abhängig geworden bin. Ist es doch Kommunikationsmittel, ein Weg, sich mit anderen zu vernetzen, die vielleicht Stunden von mir weg wohnen.
Ein Mittel, sich nach außen hin zu präsentieren.
Ein Mittel, das Fluch und Segen bedeuten kann.


Vertrauliche Daten

Wie leichtfertig wir mit dem Internet umgehen, führt und "Cloud"wundervoll vor Augen.
Vertrauliche Daten werden ohne weiteres einfach hinausgegeben. Das fängt bereits bei Facebook an, übrigens eine der Plattformen, der in diesem Buch eine Schlüsselfunktion zugeordnet wird. Auf Facebook meldet man sich an, gibt Daten wie Name, Wohnort, Arbeit und Freunde preis, vielleicht sogar seine Handynummer, ohne sich darüber im Klaren zu sein, welche Gefahren das mit sich bringt.
Wir geben über das Internet an völlig Fremde unsere Handynummer raus, weil es einfacher ist, mit ihnen außerhalb von Facebook zu kommunizieren. Vernetzen uns in Gruppen und geben auch hier persönliche Dinge über uns selbst preis, ja, vielleicht sogar über unsere Familienverhältnisse, Dinge, die man öffentlich niemals an die große Glocke hängen würde. Dinge, die einen verletz- und angreifbar machen, denn auch das muss die Protagonistin in diesem Buch schmerzlich erleben. Je mehr sie preis gibt, umso mehr spitzt sich die ganze Situation zu.
Was uns wiederum zum nächsten Punkt bringt.

Anonymität

Weiß ich, mit dem ich dort kommuniziere? Kenne ich meinen Gesprächspartner wirklich? Das Internet macht anonym. Jeder kann sein, wer er möchte, jeder kann sein, was er möchte. Niemand kennt den anderen wirklich.
Eine Gefahr, die sich vor allem bei "Cloud" super verdeutlichen lässt. Wer ist Paul wirklich und wieso blockt er alle Treffen ab, die Emma vorschlägt und das, obwohl er sie zu verstehen scheint, wie niemand sonst? Würde er sie dann nicht auch treffen wollen?
Sie macht sich also auf den Weg, um ihn zu besuchen und erlebt eine böse Überraschung (eine Wendung, mit der ich definitiv NIEMALS gerechnet habe). Die Anonymität im Netz sorgt dafür, dass man das Gefühl hat, jemandem vertrauen zu können, der einen gar nicht kennt, der einen versteht und doch jemand ganz anderes sein kann, als wir vermuten.
Erschreckend, wenn ich überlege, wie viele Dinge ich so leichtfertig von mir gebe und vor allem über mich preis gebe, ohne wirklich zu wissen, wer am anderen Ende der Leitung sitzt.

Vertiefend zu dem Thema:

Fiktion

Wir bauen uns dort ein Leben auf, das vielleicht nur zu Teilen der Wahrheit entspricht. Wir selektieren, was wir teilen möchten, bearbeiten die Fotos nach und setzen alles in Szene. Jedes einzelne Foto, für das wir posieren, ist gestellt. Wir entscheiden, ob wir es posten wollen, oder nicht. Ob wir den Leuten einen Einblick in diesen Moment geben wollen, oder nicht.
Was ist also noch real und was Fiktion? Ist das Leben der Anderen wirklich so perfekt wie es immer scheint?
Eines sollte man dabei nie vergessen - die Menschen teilen nur das, was sie häufig in einem guten Licht dar stehen lässt und Facebook tut sein übriges, um diesen Schein zu wahren - es selektiert für uns, was relevant genug ist, um auf unsere Startseite zu kommen, oder eben nicht.
Wir sehen das, was andere wollen, was wir sehen und genau das sollte niemals vergessen werden.
Das Internet ist NICHT die Realität, auch wenn wir das manchmal vergessen, weil wir ein Teil dieser Welt geworden sind und ganz unbewusst selektieren und analysieren.


Vernetzung

Das ist wohl einer der Punkte, die mir am meisten zu denken geben und ich meine damit nicht die Vernetzung zwischen Menschen, sondern die, dass fast alle Geräte, die wir benutzen internetfähig sind.
Emma lebt in einem Haus, das fast vollkommen durch das Internet zu bedienen ist - im Buch auch SmartHome genannt - ein Zustand, der gar nicht so unrealistisch ist, wenn man überlegt, wie weit die Technik inzwischen ist.
Wir reden von selbstfahrenden Autos, Sensoren, die unsere Vitalwerte messen, Scanner, die uns erkennen und so vieles mehr, das inzwischen komplett über das Internet steuerbar ist.
Angefangen bei den Kredit- und Bankkarten (online Banking), die im Internet benutzt werden können, Paypal, dass ohne weiteres Zugriff auf die ganzen Konten hat, die man hinterlegt und mechanische Türen, die aufgrund von Scanns erkennt, wer dort vor der Tür steht.
Auch hier kann ich nur sagen, dass mich diese Thematik im Buch wirklich zum Nachdenken gebracht hat, wenn ich überlege, wo inzwischen das Internet mit verbunden ist und wo ich sensible Daten hinterlegt habe.
Wie einfach es wäre, das Leben einer einzelnen Person so zu zerstören zeigt Cloud unfassbar gut auf.
Es zeigt die Gefahr, dass andere von "außerhalb" Zugriff auf das ganze Leben haben können. Angefangen bei dem Kaffeeautomaten, der mit dem SmartHome (wie es im Buch genannt wird) verbunden ist und Paul für Emma morgens immer Kaffee kocht, ohne wirklich real anwesend zu sein. Eine gruselige Vorstellung? Stellt euch nur mal vor, was sonst alles noch so möglich ist... und dies ist nur der Anfang.

Ihr wollt mehr erfahren? Dann solltet ihr Cloud unbedingt lesen, denn um genau diese Punkte geht es.

Was aber kann man tun, wenn das Internet doch inzwischen fast überall in unserem Leben Einzug findet?

Zunächst sei gesagt: Passt auf was ihr wem über euch erzählt oder preis gebt. Das fängt bei Fotos oder Videos an, den auch Emma muss folgenschwer merken, dass sensible Daten auch ungewollt weitergegeben werden können. Ein offener Brief, eine Nachricht, oder auch Notizzettel reichen schon aus, auf denen vielleicht Passwörter stehen, oder Daten, die ansonsten wichtig sind, die einfach so weitergegeben werden, ohne das man sich dessen wirklich bewusst ist.
Denn gerade dieses Buch hat mich zum nachdenken gebracht, wie oft ich wohl schon ähnliche Informationen mit jemandem geteilt habe. Stand im Hintergrund irgendetwas, dass Dinge über meinen Aufenthaltsort verrät (abgesehen vom Impressum natürlich). Gab es Dinge, die man nicht hätte sehen sollen, aber doch gesehen hat?
Dieses mulmige Gefühl im Bauch, wenn man sich nicht sicher ist, kennt wohl jeder.
Teilt nur Sachen, Fotos, oder Videos mit Leuten, mit denen ihr euch wohl fühlt. Ein Mal im Netz, bekommt ihr es nie wieder so schnell weg.

Des weiteren ist es auch okay, nicht alle Geräte ins Internet zu bringen und nicht alles mit jede zu teilen. Sobald ihr Dinge mit Facebook und Co. verknüpft, sind eure Daten auch dort hinterlegt, die vielleicht vorher nur für euch zugänglich waren. Und Datenhandel ist leider keine Seltenheit.

Außerdem müsst ihr nicht 24/7 erreichbar sein. Es ist gut, Abstand zwischen sich und der fiktiven Welt zu wissen, um niemals den Realitätsbezug zu verlieren - wer nur noch für das Internet lebt wird merken, wie er langsam daran zerbricht, weil er abhängig geworden ist. Vielleicht steckt ein wenig Paul in jedem von uns. Ein Teil, der im Internet existiert, sich dort einrichtet und das ist, was er sein möchte.
Aber lasst diesen Teil niemals über euer Leben bestimmen.
Emma geht laufen und hat einen wirklich tollen besten Kumpel, der ihr hilft und helfen kann, der irgendwo auch einen Anker darstellt, nach allem, was passiert ist.


Gewinnspiel

Und wer jetzt Lust auf eine solche Thematik bekommen hat, der sollte unbedingt an unserem Gewinnspiel teilnehmen - dies geht bis zum 5. November. Am 6. November werden die Gewinner auf der Netzwerkagentur Seite bekanntgegeben.
Zu gewinnen gibt es:

1. Platz: 1x Buch von Print »Cloud« von Claudia Pietschmann + Mousepad
2. Platz: 1x Buch von Print »Cloud« von Claudia Pietschmann + 1x Nervennahrung 
3. Platz: 1x Buch von Print »Cloud« von Claudia Pietschmann + 1x Nervennahrung

Beantworte einfach folgende Frage:
Wofür nutzt du das Internet und wie wichtig ist es dir?

Teilnahmebedingungen.

RezensionMelanie


Kommentare

  1. Ich nutze das Internet hauptsächlich für Online Shopping und mein Hobby facebook auf der suche nach neuen Büchern und Autoren!
    LG..Jenny

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  2. Toller Beitrag. Genau wegen dieser Thematik und den Denkanstößen, die es einem mitzugeben scheint, will ich das Buch lesen seit ich es das erste mal bei dir gesehen habe. Ich nutze das Internet quasi durchgehend - WhatsApp, Freunde,Familie, aber ebenso der Blog über Facebook und Blogger, um im Prinzip "mit der ganzen Welt" in Kontakt zu treten. Gerade als Blogger, wo man doch immer mehr über sich Preis gibt als manch anderer, aber auch als "Privatbenutzer" sind Themen die du angesprochen hast extrem wichtig und leider immer noch in vielen Bereichen viel zu wenig aufgeklärt etc.
    Auf jeden Fall ein toller Beitrag. :)

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  3. Guten Abend,

    Ich nutze das Internet hauptsächlich um aktuell zu bleiben in meiner Umgebung, um Informationen zu beschaffen und um kede Menge Formulare (leider) zu downloaden. Wichtig ist mir das schon, das wichtigste ist es jedoch nicht

    Liebe Grüsse
    Giulia

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  4. Hallo und vielen Dank für den Beitrag.
    Das Internet ist fast nicht mehr weg zu denken.
    Ich nutze es zur Unterhaltung, schnüffle mal auf Facebook herum.
    Man macht heute viel per Mail, kann fix die Konten checken.
    Wenn man etwas sucht, oder Fragen hat-Google weiß alles...

    LG Manu

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  5. Hallo Anna,
    das ist ein wirklich toller Beitrag zur Tour.
    Natürlich ist das Internet in der heutigen Zeit nicht mehr weg zu denken, jeder ist überall zu erreichen. Was eigentlich ja schon ein wenig krank ist, denn dies führt ja auch zu mehr stress denn man sich ja auch irgendwie selbst macht. Ich selbst nutze es um zb. Rezepte zu suchen, Facebook ist ja halt klar aber sonst gucke ich hier mal da aber ich könnte auch ein paar Tage darauf verzichten. Also ist die Sucht noch nicht so schlimm.

    LG Sunniy
    buecherhummel.wordpress.com

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  6. Ich nutze das Internet für E-Mail und Recherche zu allen möglichen Themen, das sehen von alten Filmen und hören alter Musik via youtube eingeschlossen. Es ist für mich einfach ein riesiges, belebtes Lexikon.

    LG orfe1975

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  7. Liebe Anna,

    ich nutze das Internet eigentlich immer und für (fast) alles.
    Ich blogge, recherchiere, informiere mich, gucke Videos, oder daddel einfach bloß doof durch die Gegend.
    Es ist extrem wichtig für mich und meinen Alltag.

    Liebe Grüße
    Ramona

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  8. Liebe Anna,
    danke für den informativen Beitrag!
    Ich werde mir das Buch sicherlich demnächst mal kaufen, ich bin total neugierig geworden. Die Thematik klingt spannend, wichtig und vor allem aktuell.

    Liebe Grüße,
    Nicci

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  9. Hallo und guten Tag,

    Danke für die interessanten Gedankengänge zu dieser Thematik.

    Durch das Internet habe ich die Welt der Buchblogger und ihre Blogs lieben und kennengelernt.
    Für mich als Leserin und Käuferin somit eine wichtige Stütze zur Kaufentscheidung entdeckt und nutze sie auch gerne.

    Ich mag Blogtouren und Gewinnspiele.
    Bin aber kein Fan von FB oder ähnlichen Aktivitäten...muss nicht immer erreichbar sein und kann im Urlaub auch mal 2-3 Wochen ohne Internet auskommen....denn das Internet ist nicht alles im Leben...augenzwickern...

    LG..Karin...

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  10. Hallo,

    ich benutze das Internet fast täglich beruflich wie privat. Am häufigsten privat für Soziale Netzwerke, Recherchen und um Serien zu schauen.

    LG
    SaBine

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  11. Für ganz vieles - zum Recherchieren, Gewinnspiele :), Serien schauen, Bestellen usw.

    Liebe Grüße,
    Daniela

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  12. Huhu :)

    Das Internet benutze ich hauptsächlich als Quelle für alles rund ums Buch, sowohl für mein Studium. Als Journalist muss man eben Up to date sein :P

    Liebe Grüße,
    Lydia

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  13. Hallo,
    das Internet nutze ich für meine Leselust, aber auch um bei Nachrichten auf dem aktuellen Stand zu sein. Ich tausche mich mit Freunden aus und ich recherchiere viel im Internet.
    Allerdings hoffe ich, dass ich immer ein kritisches Bewusstsein beim Umgang behalten werde. Auch wenn es so manch eine Verlockung gibt.

    Liebe Grüße Jutta

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  14. Hallihallo :)

    Der Klappentext klingt wirklich toll und bisher fand ich alle Beiträge zur Blogtour richtig super - deinen natürlich auch ;) Das Buch steht auf meiner Wunschliste auf jeden Fall ganz weit oben 😊

    Ich glaube mittlerweile, dass bei mir ohne Internet quasi überhaupt nichts mehr ginge. Zum Bloggen und für Social Media nutze ich es täglich. Aber auch für mein Studium ist es unabdingbar, da ich derzeit meine Masterarbeit schreibe und jeden Tag stundenlang online Publikationen lese 🙈

    Liebe Grüße,
    Lisa von Prettytigers Bücherregal (Blog & Facebook)

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  15. Hallo,

    das Internet ist mir schon sehr wichtig, ich nutze es unter anderem um Informationen zu bekommen, brauche es aber auch beruflich sehr viel...

    LG

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  16. Huhu

    uiii für sehr vieles ^^ Facebook, Blogs durch lesen, Bücher suchen, Spiele spielen usw. kann mir ehrlich gesagt ein Leben ohne Internet gar nicht mehr vorstellen.

    Das Buch hört sich toll an vielen dank für deinen Beitrag.

    Liebe Grüße Michelle

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  17. Hallo und vielen Dank für diese schöne Blogtour und diesen tollen Beitrag! Das Internet nutze ich vor allem für E-Mails und um mich zu informieren, über Nachrichten, neue Bücher, Buchrezensionen, abe auch für Bestellungen.

    Viele liebe Grüße
    Katja

    kavo0003[at]web.de

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