#BuBla17: Vom Stimmenfishing und der Grundidee

Dies ist einer der Beiträge, von dem ich gehofft habe, ihn nie schreiben zu müssen.
Habe ich vorhin noch sehr positiv über den Award geredet, möchte ich das Ganze mit diesem Beitrag ein wenig abändern, da ich jedoch keinen Sinn darin sehe, den vorherigen Beitrag zum Buch Blog Award zu löschen, werde ich ihn einfach bestehen lassen und verlinken.

Ich möchte nicht drumherum reden. Inzwischen sind ein paar Tage vergangen, einschließlich heute, in denen ich mir die ganze Entwicklung angeguckt und sogar mitgemacht habe. Inzwischen muss ich sagen, ist meine Meinung etwas ernüchternd.
Die Grundidee finde ich nach wie vor gut und sollte unterstützt werden, doch gibt es da so den einen oder anderen Grund, der mich an meinem Zutun zu diesem Award zweifeln lässt.


1. Die Grundidee


Diese habe ich bereits im ersten Beitrag erklärt, hier also nochmal im Kurzformat.
Es geht darum, den besten Buchblog zu küren, wobei dieses Mal nicht nur Blog Blogs gemeint sind, sondern auch andere Social Media Kanäle wie Instagram, oder Facebook, was, wie ich finde, eine super tolle Idee ist.
Ist es doch der erste Award, der sich an uns Blogger richtet und unsere Arbeit für die Bücher wert schätzt. Ein Award für die Mühe, für einen neuen Absatzkanal und ein erweitertes Marketing, denn eigentlich sind wir neben unserer Leidenschaft ja nichts anderes. Ein Marketing Kanal, den es gilt auszuspielen. Ich persönlich sehe mich nicht so, denn ich liebe das, was ich tue. Stehe hinter den Büchern und den Bildern, die ich poste, aber letzten Endes sind wir das irgendwie. Ein Marketingobjekt mit eigener Kundenansprache. Ganz nüchtern betrachtet.


2. Von der Long- zur Shortlist

Und hier geht es auch schon los. Ich hätte mich dort vielleicht ein Mal früher einlesen sollen, aber hey, so bin ich. Ist wie eine Bedienungsanleitung. Erstmal alles ausprobieren und wenn gar nichts mehr geht, dann wird erst die Anleitung gelesen.
Tia, hätte ich das wirklich vorher gemacht.
Die Shortlist wird aus denen mit den meisten Stimmen gewählt. Vorher guckt keiner aus der Jury drüber - ja nun, finde den Fehler. Es soll um den besten Buchblog gehen, um den Blog, der alles miteinander vereint, die Community hinter sich hat, die Qualität liefert und den Kontent hat, der viele bewegt.
Stimmenfishing ist für mich irgendwie mehr: Motiviere deine Community dazu, für dich abzustimmen. Es gewinnt also der, mit den meisten Stimmen. Klar, geht es "nur" um die Shortlist, immerhin gucken danach ja die Jurymitglieder drauf und wählen aus ihnen den "besten" Blog.
Kann es aber der "beste" Blog sein, wenn man nur Menschen dazu bewegt, für einen zu voten?

3. Die Voting Idee

Finde ich prinzipiell gar nicht so falsch. Zählt doch die Community zu einem Blog dazu. Was wären wir Blogger ohne unsere Community und Leser und Menschen, die uns irgendwie unterstützen?
Aber: Kann es Sinn und Zweck sein, dass die Großen, zu denen ich mich auch irgendwo zähle, besonders mit der Facebook-Reichweite, dafür belohnt werden und die "kleinen" (bewusst in Anführungszeichen, denn eine Reichweite hat nichts mit der Qualität zu tun...) gar keine Chance erhalten, einen solchen Award zu gewinnen? Manche Menschen vermarkten sich einfach sehr gut selber, die Leute stimmen also für ihn ab, hat das nun unbedingt etwas mit dem Kontent und der Qualität des Blogs zu tun?... ich glaube eher weniger.
So etwas kann ein Richtwert sein, sollte aber niemals der ausschlaggebende Grund sein, ebenso wie es nicht Sinn und Zweck sein kann, einen Blog auf eine Eigenschaft herunter zu brechen.
Es sollten noch andere Kriterien mit einspielen, damit der-/diejenige auf die Shortlist kommt. Qualität, Vernetzung, Kontinuität, Reichweite, Reaktionen, Kreativität,..., sind nur Beispiele, was für mich einen Blog ausmacht. Ansprechen muss er mich und da ist mir persönlich egal, wie viele Follower derjenige hat, oder wie groß die Reichweite ist.

Wie gesagt, versteht mich nicht falsch, ich finde die Idee des Awards unterstützenswert und finde es toll, dass ein solcher Schritt in die richtige Richtung. Und vor dieser Arbeit, Mühe und Idee ziehe ich den Hut. Und das sollte wirklich gewertschätzt werden. Also erstmal DANKE, dass es einen solchen Schritt überhaupt gibt.

Dennoch setzen hier die Probleme vor allem aus der Teilnehmersicht an - und das ganze ist wie immer sehr subjektiv und nicht objektiv, weil ich selber Teilnehmer des Awards bin...

4. Stimmenfishing

Und damit meine ich genau das, was dort steht. Die Voting- Idee finde ich eigentlich nicht schlecht, wie gesagt. Es werden die Leser und Community mit einbezogen, gerade das finde ich lobenswert. Andersherum hätte es sonst wiederum gehießen: Wieso ist xy dabei und das hat doch bestimmt mit der Größe zu tun. UND DIESE INTRANSPARENZ. Ohja, ich hätte diese Kommentare kommen sehen - da kann ich die Veranstalter nur zu gut verstehen.
Inzwischen sehe ich überall auf Facebook, Instagram und Co: Voted doch bitte für mich, aber ich werde nicht viel mehr teilen, aber liked doch bitte (Link). Soll ich ehrlich sein? Ich kam mir irgendwie scheinheilig vor. Ich motiviere Leute dazu, für mich abzustimmen und profitiere eigentlich nur alleine davon. Schaffe ich es doch eventuell in die engere Auwahl und sage, dass es mir eigentlich nicht so wichtig ist, wie oben Dinge kritisiere und dann doch sage: Hey, stimmt trotzdem für mich ab. Ja, ich komme mir doof vor, tatsächlich.
Geht es eigentlich jetzt nur darum, die Stimmen für sich und seinen Blog einzufangen. Man hofft, dass man seine Community erreicht, sie dazu bewegen kann, die Seite aufzurufen und zu liken. Denn Gewinnen ist ja schon was tolles. Jeder gewinnt gerne und niemand kann sagen, dass er lieber verliert. Trotz allem hat dieses Fishing for Stimmen für mich einen bitteren Beigeschmack gehalten, wenn ich den nicht vorher schon hatte. Ich bitte Leute ungern um etwas - ich bin Widder, hallo? Mein Ego ist sonst wo (XD)
Seine eigene Community zu motivieren, finde ich ja noch super. Eben sie sind es ja, die einen den Tag versüßen, kommentieren und interagieren - doch erreicht man dies nur, wenn Leute diesen Beitrag auch sehen.
Also, was zählt? Die Reichweite und Likes, die man generieren konnte. Weniger Reichweite auf Facebook bedeutet zum Beispiel auch, dass weniger Leute diesen Beitrag sehen. Dieses Stimmenfishing sorgt also dafür, dass Blogger mit gutem Kontent sich ins Abseits schießen, weil sie eben zum Beispiel diese Reichweite nicht mitbringen, oder eine Bloggerpause eingelegt haben, oder oder oder. Es gibt viele Gründe, die dazu führen, wieso eben diese notwendige Reichweite nicht erreicht werden kann. Zum Beispiel auch, weil Facebook einen dazu bewegen will, diese Beiträge zu sponsoren - also Geld für die Werbung auf der Startseite auszugeben.
Blogger werden also schon hier nach Reichweite ausgesiebt, ohne das der Kontent, oder der eigene Blog irgendwie mit einbezogen geworden wäre.
Kann das wirklich die Essenz des besten Blogs sein? Seine Community motivieren, für einen zu voten? Kann das wirklich darüber entscheiden, wie gut ein Blog ist? Oder wie qualitativ hochwertig?
Ich lasse die ganzen Fragen mal unbeantwortet stehen...


5. Alle Mittel sind recht

Und genau das ist in meinen Augen ebenfalls ein großes Problem des Stimmenfishings. Hat man nicht nur die Blogger ausgesiebt, greifen auch diese zu, sagen wir, interessanten Mitteln.
Habe ich meine "Werbung" zum Voten darauf beschränkt, sie auf meiner Instagramseite in die Storys zu teilen und auf meiner Facebookseite zu posten, setzen manche noch ein I-Tüpfelchen oben drauf.
Wisst ihr, ich kann es verstehen, dass man seine Reichweite nutzt, um die Leute zum Voten zu animieren, ich mache es auch und ja, ich bin stolz auf meine Community und Füchse, kann ich nicht anders sagen. Denn ich kann an dieser Stelle sagen, dass habe ich bis zu diesem Zeitpunkt aus eigenem Antrieb geschafft, mit meiner eigenen Facebookseite, mit meinem Instagramaccount und meinen Blog. In all das investiere ich so viel Herzblut und Zeit, dass ich nicht sagen kann, wie stolz ich auf all das bin.
Und dennoch gibt es Blogger, die meinen, Wildfremden eine private Nachricht zu schreiben mit der Bitte, für sie zu voten. Möchtet ihr wissen wie viele von meinen privaten Kontakten mir eine solche Mail geschrieben haben, mit denen ich zuvor nicht ein Wort gewechselt habe? 15 Stück.
Es kommt kein Hallo, nein. Es kommt einfach nur: Link - kannst du bitte für mich voten? Danke.
Oh, jetzt wo du es sagst, ganz bestimmt sofort - nicht. Ich weiß nicht mal wer du bist und das hat dich jetzt schon nicht unbedingt sympathisch gemacht.
Seine Freunde zu bitten, kann ich ja noch wirklich irgendwie verstehen, seine Bloggermädels, denen man täglich schreibt, auch. Aber Menschen, mit denen du rein gar nichts zu tun hast?... OKAY.

Dann gibt es noch die oben angesprochene Sorte, die zunächst den Beitrag auf ihrer Seite teilt und dann in die verschiedensten Faceookgruppen mit der Bitte für sie zu voten.
Besonders schön vor allem dann, wenn es Leute sind, die man nie zuvor in der Gruppe gesehen hat.
Was ich verstehen könnte, wäre ein Beitrag zum BuBla, in dem man fragt wer noch so vertreten ist und dann alle ihren Link reinpacken, aber alles andere...
Das Teilen kann ich ja irgendwie noch verstehen, vor allem dann, wenn das die eigene Gruppe ist, oder man super aktiv. Aber selbst dann frage ich mich: Muss das sein? Hat das noch etwas mit "der eigenen" Community zu tun? Oder ist das schon ein anderer Bereich?
Ich war auch versucht, keine Frage. Aber hat es für mich nichts mit meiner Community zu tun...

Die dritte Art greift zu allen Mitteln. Das Gewinnspiel. Es reicht ja nicht, dass die Community einen liked, man will mehr. Viel mehr. Und genau das ist mir heute wirklich auf den Magen geschlagen. Ich sehe doch tatsächlich einen Beitrag mit einem Gewinnspiel, deren Bedingung es ist, beim BuBla17 zu liken und unter denen würde dann ausgelost werden, wer ein Paket an Büchern gewinnt.
Und gegen eine solche "Fairness" trete ich, treten wir, an.
Nicht, dass eine Like-Bedingung schon nicht rechtens ist, muss man sich die Likes auch schon erkaufen? Traut man seiner eigenen Community nicht zu, das Ding zu wuppen? Soll ich euch sagen wie ich mich als Teilnehmer fühle, der mit fairen Waffen spielt? Betrogen.
Hat man das als Blogger wirklich nötig, sich die Likes so zu verdienen und dann auch noch als "bester" Buchblog bestimmt zu werden?
Der beste Blog mit der besten Erpressung, ja, das trifft es wohl eher.
Ja, nichts anderes ist es: Eine WENN du das machst, DANN Geschichte.

Das Schöne daran, ich weiß, welche Blogger nun primär an sich denken. Ich kenne jetzt die, denen jedes Mittel recht ist.
Schade eigentlich, denn genau dafür habe ich am Buch Blog Award eigentlich nicht mitgemacht. Ich war vielleicht etwas naiv zu glauben, dass alle fair spielen und ihre Community bewegen wollen zu voten. War naiv, dass ich geglaubt habe, dass alle fair spielen werden, wenn allein das Stimmenfishing schon dabei ist und für eine Ungleichverteilung sorgt.

Aber nein, es muss immer überall schwarze Schafe geben, denen die informalen Regelungen eigentlich total egal sind. Fand ich die Idee des Awards super, kann ich über manche "Kollegen" nur den Kopf schütteln. Mit dem besten Buchblog hat das so für mich leider nur sehr wenig zu tun.
Schade eigentlich, so machen wir uns selbst unseren eigenen Award kaputt, der eigentlich noch in den Babyschuhen steckt und hier und da vielleicht verbesserungsbedürftig ist, die Idee, würden alle fair spielen, aber halbwegs funktioniert hätte (abgesehen vom Stimmenfishing, auf dem alles aufbaut... aber nun ja... das lassen wir jetzt einfach mal so stehen).

Aber soll ich euch etwas sagen? Ich werde weiterhin dabei bleiben und wenn es nicht reicht, dann kann ich wenigstens sagen, dass ich fair gespielt habe. Denn genau solchen Erpressungen und Bestechungen möchte ich keinen Platz beziehungsweise den Weg frei machen. 
Wir, die Fair Player, sind doch diejenigen, die diesem Award noch die Chance geben, etwas Gutes zu erreichen. Wir sollten jetzt dafür sorgen, mehr zusammen zu halten und mehr an einem Strang zu ziehen.
Es kann nicht sein, dass so etwas unseren ersten Award kaputt macht, Kritik hin oder her. Lasst uns dafür sorgen, dass an der Spitze etwas Gutes steht/entsteht.

Kommentare

  1. Huhu Anna,

    ich hab auch seit dem Beginn des Votings ziemlich viel drüber nachgedacht, wie dieser Wettbewerb eigentlich abläuft, und ich muss sagen: Ich bin auch echt enttäuscht. Für mich wäre es besser gewesen, wenn tatsächlich erst die Jury-Abstimmung gelaufen wäre - wenn man vielleicht nach Kategorien gegangen wäre, die man dann mit Punkten bewertet, und das dann einfach öffentlich gemacht hätte. Klar hätte es auch da Unmut gegeben, aber so wie es jetzt läuft, habe ich persönlich auch beschlossen, keine Werbung mehr zu machen. Das Konzept funktioniert so nämlich nicht und gerade die Blogger, die zwar ihre Follower haben und guten Content bringen, aber sich nicht gern selbst vermarkten bzw. so auf Stimmenfang gehen, haben einfach keine Chance.

    Ich muss auch sagen, im ersten Moment habe ich mich riesig gefreut, als ich mitbekommen habe, dass mich eine liebe Bekannte einfach ohne mein Wissen angemeldet hat. Weil sie meinen Blog mag, weil sie ihn wertschätzt. Und darum sollte es doch eigentlich gehen, nicht um diejenigen, die die besten Gewinne präsentieren können, die am lautesten schreien und die meisten Menschen nerven. Dieses Stimmenfishing, was du da beschreibst, finde ich nämlich auch extrem nervig. Ich habe für meine Lieblingsblogs abgestimmt, ja, weil ich finde, sie sollten ehrlich diesen Award verdienen, aber so weit zu sinken, dass ich den mit aller Macht haben will? Never. Das gehört sich nicht und zeigt einfach, dass auch in der Buchbloggerszene der gute Ton nicht immer beachtet wird. Und da frag ich mich auch ehrlich: Wieso machen Leute sowas? Will man wirklich so sehr gewinnen, dass man nicht mehr merkt, wann es beschämend wird? Definiert man sich dermaßen über so einen Award, dass man das nötig hat? Ich verstehe es einfach nicht. Aber deinen Unmut darüber teile ich.

    Liebe Grüße,
    Klaudia

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Klaudia,

      genau so geht es mir auch. Ich finde die Idee wirklich toll, aber so wie es derzeit läuft, finde ich es eigentlich nur schade. Ich habe mich super gefreut und jetzt so was....
      Ich denke wirklich, dass einigen gewinnen so wichtig ist, dass sie darüber gar nicht mehr nachdenken und einfach machen.

      Ich hatte anfangs echt ein schlechtes Gewissen, darum zu bitten, dass meine Community für mich voted, weil ich das einfach nicht gerne mache und dann sehe ich so was.... echt schade alles.
      Vor allem reden alle immer davon wie fair man sein sollte usw usf. Und was ist?.... genau solche schwarzen Schafe machen es dann leider irgendwie kaputt..
      Bin da voll und ganz bei dir.

      Liebe Grüße,
      Anna

      Löschen
  2. Liebe Anna,

    erst einmal WOW für deinen Beitrag. Ich bin gerade richtig geflasht. Natürlich habe ich auch an dem Award teilgenommen, aber mir ist das ganze Ausmaß der Sache irgendwie noch nicht so richtig bewusst geworden.

    Aber du hast recht. Wir machen uns den Award wirklich selbst kaputt. Ich meine, mir war klar, wie das mit den Stimmen läuft. Deshalb ist mir auch von Anfang an bewusst gewesen, dass ich eh null Chance hatte. Aber ich habe aus Spaß daran teilgenommen. Einfach um zu sehen, wie weit ich wohl aus eigener Kraft kommen kann. Und genau hier fängt es an, aus EIGENER Kraft. Ich bin gerade echt geschockt, das andere Blogger sogar Gewinnspiele u. ä. veranstalten. Na klar, wäre es cool weiter zukommen, aber um welchen Preis?

    Ich kann deine Wut bzw. deinen Frust sehr gut verstehen. Das mit dem Stimmenfishing fand ich auch nicht cool, aber ich dachte mir, hey, das ist der erste Award. Die können sich ja noch weiterentwickeln und bei konstruktiver Kritik wird das auch sicher passieren. Aber, dass das Ganze so ausartet?! Wow. Krass. Keine Ahnung bin gerade echt baff. Ich lebe anscheinend in einer schillernden Seifenblase, denn auf so eine Idee wäre ich gar nicht gekommen...

    Ich bin echt gespannt, wie das ganze enden wird.

    Liebe Grüße
    Ella

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Ella,

      Ja, ich empfand das Stimmenfishing am Anfang gar nicht so schlimm. Ich hab es als Feedback und Spaß gesehen, dass es anderen so wichtig werden würde, dass sogar zu solchen Mitteln gegriffen wird, hätte ich tatsächlich niemals gedacht...

      Wir behalten einfach unsere Seifenblase, ja? :D

      Liebe Grüße,
      Anna

      Löschen
  3. Hallo Anna,

    auch ich habe mich erst euphorisch für den Award angemeldet, ist doch so eine Grundidee an sich erst einmal wünschens- und lobenswert. Eigentlich habe ich auch gehofft, hier einmal objektiv einen Sieger kennen zu lernen, dessen Buchblog sich aus Sicht der Veröffentlicher wirklich lohnt zu lesen.

    Als dann die Mitteilung kam, das Stimmenfishing den Ausschlag für die Siegertreppchen bilden wird, konnte ich nur noch mit dem Kopf schütteln. So etwas geht zu Lasten der Objektivität und es gewinnen nur die Blogger mit dem schon bestehenden hohen Leserzahlen und den unweigerlich folgenden Aufrufen zum Voten für den eigenen Blog. Peinlich finde ich das und einfach nicht im Sinne einer echten Jury.

    Ich habe dann konsequent auf eine weitere Teilnahme verzichtet und werde auch für keinen Blog stimmen. Schliesslich weiß ich bei der Menge auch kaum, ob ich nicht einen guten Blog übersehen und ihn somit um meine Stimme gebracht habe.
    Schade, es hätte ja mal eine fachkundige Jury ihre Vorabwahl einer Longlist bekannt geben können.

    Liebe Grüße
    Barbara

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Barbara,

      genau das ist halt das Problem.Es geht darum, die Community zu mobilisieren und die mit den besten Ideen das zu machen, die mit der besten Reichweite schaffen es dann auf die Shortlist. Für mich hat das Ganze nichts mehr mit bestem Buchblog zu tun, denn dafür fallen mir alle anderen Kriterien zu sehr unter den Tisch. Die Qualität und Kreativität usw.... total schade. Fand ich die Idee des Awards wirklich super...

      Liebe Grüße,
      Anna

      Löschen
  4. Hallo Anna,

    ich habe tatsächlich ganz bewusst mit meinem Blog NICHT mitgemacht. Auch wenn ich bei Netgalley angemeldet bin und von dort auch regelmäßig Rezensionsexemplare beziehe. Ich lese nämlich Bedienungsanleitungen, auch wenn ich dafür regelmäßig Lacher ernte ;)

    Aber eigentlich ist es sogar noch schlimmer gekommen, denn Du kannst mehrfach für einen Blog abstimmen. Nutze Dein Tablet, Smartphone, Rechner auf der Arbeit und daheim, schon hast Du vier Stimmen von ein und derselben Person. Hier hätte man sich wenigstens für eine Lösung entscheiden können, die Mehrfachabstimmungen verhindert.

    Aber es ist so ähnlich wie mit den unterschiedlichen Selfpublisher-Awards, bei denen irgendwelche Algorithmen greifen, bevor sich eine Jury die Titel genauer anschaut. Offenbar haben auch hier die Jurymitglieder wenig Motivation gehabt, sich 500 Blogs anzuschauen. Kann ich natürlich auch verstehen, aber es gibt sicherlich andere Methoden, einen Blog zu küren ;)

    In diesem Sinne viele Grüße
    Der Büchernarr Frank

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Frank,

      du liest echt Bedienungsanleitungen? Möchtest du hier auch vorbei kommen? Du liest vor und ich bastel dann :D

      Von diesen Mehrfachstimmen habe ich heute tatsächlich das erste Mal gehört und fand das wirklich krass... auch das ist ja nicht wirklich mit Fairness zu vergleichen, oder mit dem besten Blog.

      Das man sich 500 Blogs nicht unbedingt alle anschauen will, kann ich ja noch irgendwie verstehen, aber wie du sagtest, gäbe es bestimmt noch andere Mittel und Wege, um da etwas heraus zu filtern.
      Schade eigentlich. Denn die Idee finde ich im Prinzip echt cool.

      Liebe Grüße,
      Anna

      Löschen
    2. Hallo Anna!
      Sag das nicht zu laut ;) Ich verbuche das unter "Kinderkrankheiten" - ebenso wie die technischen Probleme mit der Abstimmung und die Verlängerung zu Abstimmen. Aber es ist immer noch möglich, mehrfach abzustimmen - aber wenigstens wird nicht mehr angezeigt, welcher Blog, wie viele Stimme bisher erhalten hat.

      Aber stimmt, vom Prinzip ist die Idee gut - aber wie heißt es so schön? Gut gemeint ist noch lange nicht gut gemacht :D

      Viele Grüße
      Frank

      Löschen
  5. Wow!! Ich bin jetzt echt ein wenig baff. Ich hab deine kleinen Videos auf Instagram gesehen und musst dann gleich mal hier her gucken kommen.

    Gewinnspiele zum Voting??? Das ist ja ...... da fehlen mir doch echt etwas die Worte. Sowas finde ich nicht nur unfair, sonders auch ziemlich dreist und die sinnhaftikeit der Award geht total verloren. Es soll in den besten und schönsten Blog gehen.

    Ich bin auch dabei, aber ich habe aus anderen Gründen mitgemacht. Ich wusste von Anfang an, dass ich sowieso keine Chance habe und es ist mir auch eigentlich egal, denn es gibt sooo viele schöne Blogs, die es wirklich mehr als verdient hätten, zu gewinnen! Und ich habe für alle meine Lieblinge abgestimmt und mir auch viele von der Liste angesehen, die ich nicht kannte und geliked.

    Mit dem Like Voting hast du recht. Viele Blogs sind toll, aber auch kleine, und die haben somit keine wirkliche Chance, was sehr schade ist.

    Ach für mich zählt meine eigenen Community. Ich hab es zB nur auf Instagram und auf meiner FB Seite gepostet. Das reicht. Und wenn ich mehr als 10 Likes schaffe, bin ich mehr als glücklich.
    Ich wollte auch einfach mal wo drauf stehen 😂 Und so vielleicht auch ein paar neue Leser aufmerksam machen 🙈 das genügt mir, denn ich weiß selber, dass ich durch meine wenige Zeit nicht so viel mache und auch nicht so kreativ bin wie andere. Aber ich bin ich und bleib mir treu 🙂 Und ich liebe es zu bloggen. Auch wenn ich trotzdem noch recht unerfahren bin. Aber man lernt ja mit der Zeit 🙂

    Ich finde es ist schwer, ein passendes Voting zu finden, denn welche Jury würde sich über 300 Blogs oder viel mehr ansehen? Eigentlich schade, denn nur so haben die tollen Blogs eine Chance, egal wie groß sie sind.

    Ein toller Beitrag! Er brachte mich zum nachdenken und ich kann dir nur zustimmen!

    GLG Pat

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Pat ich kann mich deinen Worten nur anschließen und ein Gewinnspiel fürs Voting? Tja, das habe ich leider auch erst durch den Beitrag hier von Anna erfahren :( Finde ich wirklich traurig und daher versuche auch ich den kleinen meine Stimme zu geben. Und auch wie für dich zählt für mich mal wo dabei sein ;)

      Löschen
    2. Ich kann mich euch beiden nur anschließen. Meine Intention dort mitzumachen war eigentlich nur Spaß und vielleicht ein wenig Feedback zu bekommen, wo ich so stehe. Ich habe es auch nur auf Fb und Instagram geteilt und inzwischen finde ich es wirklich schade, dass andere zu solchen Mitteln und Wegen greifen, nur damit sie mehr Likes als andere haben - beste Buchblog? Ich weiß ja nicht.
      Ich finde es halt schade, dass die mit weniger Reichweite einfach kaum eine Chance haben, egal wie groß sie sind und andere ihre Reichweite für Gewinnspiele "missbrauchen".
      Ich fand es schon unangenehm überhaupt um das Liken zu bitten und andere schalten einfach direkt Gewinnspiele... so geht es halt auch. Aber Bestechung ist es trotzdem :/

      Liebe Grüße,
      Anna

      Löschen
  6. Hey :)

    Erstmal WOW toller Beitrag und danke für deine Ehrlichen Worte!

    Ich muss ja sagen das ich das ganze recht "lustig" finde. Im Grunde hab ich vorher nicht wirklich etwas davon mit bekommen, bis gar nichts. Für mich war es aber so oder so nicht interessant, da ich Wettbewerbe allgemein nicht wirklich mag. Die Idee wäre ja wirklich wunderschön - Blogger werden endlich auch für ihre Arbeit "belohnt"...
    Gerade als ich mich dann doch etwas mehr damit beschäftigen wollte - kam dann eben schon dieses GROßE Chaos.

    Ich find es nur schade, dass man eigentlich so etwas schönes dann doch so hinbiegt das es nicht wirklich mehr Interessant ist. Du hast dazu ja bereits alles wichtige gesagt.

    Gute Idee, eher weniger Gut umgesetzt. Schade.

    xo
    Christl

    AntwortenLöschen
  7. Hallo Anna,

    du sprichst mir aus dem Herzen. Genau das war der Grund, warum ich mit meinem Blog NICHT teilgenommen habe. Die Grundidee finde ich klasse und hoffe, dass dies keine Eintagsfliege ist/war. Natürlich habe ich meine Stimme an die BloggerInnen vergeben, mit denen ich in Kontakt stehe, denn gerade das verstehe ich unter Zusammenhalt und Hilfe.

    Was absolut nicht geht, ist dieses Fischen oder in Verbindung mit einem Gewinnspiel. Gerade letztere sollten sofort entfernt werden, da dieses nichts über den Blog und deren Leistung aussagt. Gelinde gesagt, finde ich dies eine Frechheit.

    Hätte ich teilgenommen, hätte ich zwar ebenfalls meine Kanäle genutzt, aber nur auf meinem Blog, meiner FB-Seite, Twitter & Instagram, um meine Leser/Follower auf meine Teilnahme aufmerksam zu machen. Mehr nicht !!! Dank unserer Meinungsfreiheit kann dann jeder entscheiden, ob er dem Blogger seine Stimme "freiwilig" geben möchte.

    Positiv sehe ich mittlerweile, dass die Veranstalter den Bewertungsstand auf der HP entfernt haben. Doch leider kann dies die doppelte oder gar dreifache Bewertung eines Blogs nicht verhindern und gerade darin sehe ich eine Gefahr. Vielleicht wäre es sinnvoll, sich auf der Seite anmelden zu müssen, um jeweils nur eine Stimme pro Teilnehmer abgeben zu können.

    Aber wie du geschrieben hast, steckt dieser Award noch in den Kinderschuhen und es bleibt zu hoffen, dass die Veranstalter die richtigen Schlüsse daraus ziehen.

    Deine beiden Beiträge haben wir gut gefallen und ich wünsche dir ganz viel Erfolg beim BuBla.

    Liebe Grüße,
    Uwe

    AntwortenLöschen

Back to Top