Rezension | Pilgrim: Die Rebellen - Joshua Tree


Pilgrim | Die Rebellen | Band 1 | Joshua Tree |
346 Seiten | Spler | erschienen am 04. April 2017
 Ebook: 0,99 € | Kaufen? Bei Amazon
*Rezensionsexemplar

Ehrlich gesagt fällt es mir schwer, hierzu wirklich eine Rezension zu schreiben. So richtig in Worte fassen kann ich meine Gedanken nicht.
Ich habe etwas ganz anderes bekommen, als ich erwartet habe. Eine ganz andere Richtung und Story, die ich so nicht für möglich gehalten habe und das hat mich wirklich überzeugt. Allerdings gab es ein Paar Schwächen, die mir an manchen Stellen ein wenig den Lesespaß genommen haben.
» Der Inhalt «

Ihre Magie macht sie zu Göttern, doch der Preis ist der Wahnsinn.
Können fünf unzertrennliche Freunde sich ihrem Schicksal entgegenstellen? Können sie die tödlichen Geheimnisse des einsamen Berges ergründen? Aus den Wellen eines endlosen Ozeans erhebt sich der Berg Pilgrim. Unter der Herrschaft ihres unsterblichen Anführers, dem Hüter der Seelen, vollbringen seine Bewohner wahre Wunder mit ihrer mystischen Magie, dem Hatori. 
Quelle ihrer scheinbar grenzenlosen Macht ist die Weltenblume, ein uraltes, mysteriöses Wesen, das tief im Herzen des Berges schlummert. Doch für ihre Magie fordert sie einen Preis: Den Wahnsinn. Magnus, Prinz von Pilgrim und Tzunai müssen mit ihren Freunden Tasha, Tomm und Felix bald herausfinden, dass sich hinter den scheinbar grenzenlosen Wundern ihrer Heimat weitaus mehr verbirgt als sie ahnen.
Ist der einsame Berg tatsächlich so einsam, wie sie seit ihrer Kindheit gelernt haben? Warum darf kein Pilgrim älter als 40 Sommer werden? Wohin verschwinden ihre Nachbarn? Welches Geheimnis steckt hinter der Weltenblume? Als Magnus und Tzunai ihre gemeinsame Suche nach Antworten beginnen, ahnen sie noch nicht, dass sie Pilgrim für immer verändern werden, denn die Rebellion hat gerade erst begonnen. Ihr Ausgang ist ungewiss, die Konsequenzen verheerend und während ein magischer Krieg entflammt, richten sich die Blicke finsterer Mächte auf den einsamen Berg, die seit Jahrtausenden auf diesen Moment gewartet haben.
Quelle: Amazon

» Das Fazit «

Ehrlich gesagt weiß ich nicht wirklich meine Gedanken in Worte zu fassen, dennoch werde ich es versuchen.
Zunächst sehe ich in der Geschichte extrem großes Potential. Die Story ist neu und innovativ, denn wie ich betonen möchte, habe ich eine solche Magie noch nicht gesehen. Auch die Entwicklung der Handlung ist eine ganz andere, als ich sie erwartet hätte, was mir wirklich gut gefallen hat.
Die Protagonisten sind jung, dynamisch und in ihren Rollen wirklich mehr als überzeugend. Sie leben das, für das sie stehen und das merkt man ihnen mit jeder Faser auch an.
Gelungen fand ich außerdem die dystopischen Elemente. Aufwachsen in einer scheinbar perfekten Welt, ehe diese wie ein Kartenhaus in sich zusammen fällt. Gerade diese Storyelemente haben mich weiter lesen lassen. Ich wollte, nein, musste wissen, wie es weitergeht, denn gerade das hat das ganze Buch zu etwas neuem und besonderen gemacht.
Vor allem die unterschiedlichen Welten sind grausam wie schön anzusehen und stellen nicht zuletzt einen extremen Kontrast da, der Anfangs oberflächlich erscheint, dann aber immer Tiefer greift, was mir besonders gut gefallen hat. Allein diese Elemente haben die Geschichte echt lesenswert gemacht. Mit einer solchen Entwicklung und mich solchen starken, wie überzeugenden Charakteren habe ich nicht gerechnet.
Vor allem aber, weil die Charaktere einem zeigen, was Leben bedeutet. Fehler zu machen und dafür gerade zu stehen, zusammen zu halten und als Team das Unheil überstehen. Neues entdecken und sich darauf einlassen können. Genau das verkörpert für mich dieses Buch.
Neben diesen Elementen gab es leider dann doch Dinge, die mich nicht ganz so überzeugen konnten.
Der Prolog beginnt sehr wissenschaftlich und scheint so gar nichts mit der eigentlichen Handlung gemein zu haben. Ich saß beim Lesen leider mit gerunzelter Stirn da und kann bis jetzt nur erahnen wo das alles hinführen mag und die Fäden nur spärlich zusammenführen. Hier haben mir irgendwie in der Geschichte die Rückbezüge gefehlt. Klar, ich konnte mir nach und nach meinen Teil denken, dennoch haben mir hier beim Lesen irgendwo gewünscht, einen Hinweis zu erhalten, was es genau mit dem Prolog auf sich hat. Ich bin da ein Leser, der leider ziemlich schnell, ziemlich ungeduldig wird. Vor allem dann, wenn der Kontrast zwischen Prolog und eigentlicher Handlung so groß ist - was durchaus seinen Reiz hatte - bitte nicht falsch verstehen.
Da es sich ja um 6 Teile handelt, mit je zwei Trilogien ist das in meinen Augen kaum verwunderlich. Hätte man jetzt direkt alles zusammengeführt, währe wohl kaum Geschichte übrig geblieben und hat genau dieser Handlungsstrang das Ganze doch spannender gemacht.
Außerdem fand ich die Kampfszenen sehr überzeugend, jedoch haben mich die ausschweifenden Metaphern zum Teil abgelenkt. Hierzu sollte ich wohl sagen, dass ich mit Metaphern Angriffsstellungen wie "Die Rose", "Der Stier" oder "Die Fäuste des Himmels" meine. Immer wieder bin ich leider beim Lesen genau daran hängen geblieben, da ich mir irgendwann nicht mehr alle Stellungen merken konnte, auch wenn sie durchaus oft in diesem Buch vorkamen.
Das hat an solchen Stellen die Spannung und das Flüssige ein wenig gedämpft, wurde aber im Verlauf des Buches deutlich besser, weshalb ich nur zu Beginn so meine Schwierigkeiten damit hatte.

Raus gerissen haben für mich diese leichten Schwächen ganz klar die Protagonisten und die Story an sich, denn gerade die war es, die mich gefesselt und überzeugt hat. Es gibt keinen Protagonisten oder Nebencharakter, dem ich seine Rolle nicht abgekauft habe und sogar der Kapitän, mit dem ich persönlich nicht so warm geworden bin, hat seine Rolle super gut gespielt.
Ich muss schon sagen, dass der Einstieg mit ihm wirklich wie eine Gehirnwäsche war, ein kompletter Kontrast zum vorherigen Verlauf und der vorherigen Welt, weshalb ich dies wirklich mehr als gelungen fand.
Hier prallen ganz klar zwei Welten aufeinander, die unterschiedlicher nicht sein könnten und doch sind sie so gut verknüpft, dass der Leser auf den Seilen von einer in die Andere laufen kann, ohne irgendwo wirklich hängen zu bleiben.
Vor allem die Neuartigkeit des Hatori und der Weltenblume haben mich in ihren Bann gezogen und ich möchte jetzt wirklich wissen, wie sich das Ganze entwickelt und wohin die Reise noch gehen mag.

Fazit
Von mir gibt  es hierfür gute 3,5 Sterne. Ich runde auf 4 auf, weil ich keine halben Sterne vergebe.
Eine Empfehlung für jeden, der eine andere Art des High Fantasy kennen lernen möchte, der bereit ist, sich auf eine raue und gefährliche Reise zu machen, zu kämpfen und vielleicht auch zu sterben.
Man muss für die Neuartigkeit offen sein, denn nicht alles, was erzählt wird, wird man direkt verstehen, nicht alle Fragen werden beantwortet werden und genau das macht das Buch so interaktiv.
Der Leser wird quasi zu einem eigenen Protagonisten und genau das hat mir wirklich gut gefallen, trotz der Schwächen zu Beginn.

Kommentare

  1. Hey Anna!

    Auf jeden Fall eine interessante Rezension!
    Ich "muss" mir das Buch auch endlich mal vornehmen und bin schon gespannt, wie es mir gefallen wird!

    Liebste Grüße <3 Jill

    PS: Ich LIEBE das Bild!

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    1. Hey Jill,

      Ich bin sehr gespannt wie es dir gefallen wird 😱 halt mich unbedingt auf dem Laufenden!

      Und danke ❤❤😍😍

      Liebste Grüße,
      Anna ❤

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  2. Hallo Anna,
    eine tolle Rezension! Ich denke für mich wird das Buch nichts sein, denn der Anfang würde mich so total abschrecken.
    Liebe Grüße Michi

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    1. Hey Michi,

      Kann ich voll und ganz nachvollziehen, wobei es danach in meinen Augen wirklich besser wurde und ich jetzt sehr gespannt auf Band 2 bin :3

      Liebste Grüße,
      Anna ❤🦊

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  3. Hallo Anna,

    das Bild ist mal wieder richtig klasse - ich liebe es! Das Buch klingt interessant und das obwohl ich das High Fantasy Genre gar nicht sooo gerne mag - ich werde es mal im Hinterkopf behalten! Tolle Rezension!

    Ganz liebe Grüße
    Ivy

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    1. Hallo Ivy,

      Vielen Dank für deine lieben Worte. Solltest du das Buch lesen, schreib mir auf jeden Fall! Für Austausch bin ich immer zu haben ❤

      Alles Liebe,
      Anna

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  4. Hi Anna!

    Wirklich schade, dass es dich nicht ganz überzeugen konnte - ich war ja total begeistert davon!
    Ich bin jemand: ich liebe solche Prologe. Sie haben nichts mit allem anderen zu tun und man kann rätseln und überlegen, wie das alles wohl zusammenhängt. Ich fand gerade das zum Beispiel sehr genial gemacht! Genauso wie den Break auf einmal mitten in der Geschichte - eine riesige Veränderung! Und was dann alles für Charaktere zusammentreffen - ich hab super viel Spaß gehabt beim Lesen!

    Ja, du merkst, ich war einfach begeistert :D Aber es kann halt nicht jedem gefallen ...

    Liebste Grüße, Aleshanee

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