Blogtour | Was man über dieses Buch nicht sagen kann | Pilgrim - Die Rebellen

Juli 15, 2017


Herzlich Willkommen zu einem weiteren Tag unserer Blogtour zu Pilgrim - die Rebellen von Joshua Tree. Wir haben den Autoren vorgestellt, das Cover analysiert und die Bücher näher kennengelernt.
Heute werde ich euch einen Überblick dessen geben, was man erwarten, oder nicht erwarten kann. Denn das ist in Pilgrim definitiv mehr als alles,  was man an einer Hand abzählen kann.
Die Rebellion beginnt...jetzt!

Es gibt diese Bücher, bei denen einem die Welt zu verlassen schwer fällt und dann gibt es Bücher, wie Pilgrim, deren Welt man nie hofft zu betreten, weil sie so voller Lügen und Tod stecken, dass man weiß, dass man keine fünf Minuten überleben würde, wäre sie echt.
Dies sind Welten, die so umfassend, Charaktere, die so vielschichtig und anders sind, dass das Eintauchen in diese Welt Angst und Freude macht.
Die Vorstellung dessen, was man erwartet zu erhalten, wird gesprengt, die Erwartungen übertroffen. Keineswegs ist Pilgrim eine Welt, die man mit einem Wort beschreiben kann und das möchte ich auch nicht.
Es ist anders, ist anders immer besser oder schlechter? Ich denke, genau das muss jeder selber herausfinden, ob ihm diese Welt und Ideen liegen, oder nicht.

Und genau auf diesem Weg werde ich euch nun begleiten. In diesem Beitrag geht es um Dinge, die man über das Buch nicht sagen kann.


Alles Mary Sues
Manche Figuren haben den Anspruch fehlerfrei zu sein und alles richtig zu machen. Figuren in diesem Buch sind es jedoch nicht. Nicht ein Mal diese Welt ist perfekt. Sie ist rau, sie ist ungnädig und die Gefahren lauern sogar in den eigenen Reihen. 
Diese Figuren sind dazu prädestiniert Fehler zu machen. Wer hoch klettert, kann auch tief fallen und genau das müssen auch die Protagonisten merken, als ihr Kartenhaus in sich zusammenbricht.
Gerade das hat mir so unglaublich gut gefallen. Diese Figuren machen Fehler, und das nicht ohne Folgen. Wer den ersten Teil lesen wird, wird schnell sehen, dass dieses Leben, was die Protagonisten glauben zu führen, nicht...echt ist. Erst mit der Zeit taucht der Leser so richtig in die Charaktere ein und merkt, was wahr und was falsch ist. Wer echt ist und wer nicht...

Die Welt ist wirklich sehr eindimensional
Wer das mit dieser Welt und diesen Figuren in Verbindung bringen sollte, hat vermutlich nur den Prolog gelesen und keine Reise durch die Geschichte unternommen. Vor allem der Anfang bietet viel Spielraum für Interpretation. Es könnte eine Geschichte mit viel Dimensionalität werden, oder ein Schuss in den Ofen. Wer weiter liest, wird verstehen, wie viel hinter dieser Welt  wirklich steckt und das der Anfang alleine schon voller Dimensionen ist - im wahrsten Sinne des Wortes.
Weder die Welt,  noch die Charaktere sind wirklich eindimensional, auch wenn es zu Beginn so wirken mag. Vor allem aber bin ich von der Entwicklung begeistert. Geschickt werden hier verschiedenste Ebenen aufgedeckt und nach und nach miteinander verwoben.
Sitzt der Leser am Anfang mit gerunzelter Stirn da, glätten sich die Bögen und auf all die unbeantworteten Fragen erhält der Leser in anderen Bereichen, in anderen Dimensionen dieser Weltgeschichte, Antworten.
Mit so einer gewaltigen und umfassenden Welt habe ich definitiv nicht gerechnet.

Die Magie ist echt 08/15
Tatsächlich habe ich eine klassische Magie erwartet und etwas ganz anderes bekommen. Etwas umfassenderes, neues, was ich so bisher wirklich nicht gelesen habe. Eine Magie, die tiefer reicht als das bloße Kontrollieren der Elemente oder des Lichtes. Alles hängt zusammen und genau diese Kräfte werden den größten Plottwist ever einleiten.
Irgendwie hat mich genau das überrascht und am Anfang auch stutzen lassen, da die Figuren diese Magie wie selbstverständlich anwenden und den Leser im Dunkeln lassen.
Mit der Zeit muss man also selber dahinter kommen, worum es eigentlich geht, denn für die Erzähler ist es etwas ganz normales, eben wie atmen, wenn sie von dieser Kraft berichten.
Gerade das hat dem Ganzen vermutlich die gewisse Dynamik gegeben. Man ist kein passiver Mitleser, sondern aktiver Denker und gerade das bezieht den Leser super in die Geschichte mit ein.

Oh, diese Welt ist so wunderschön
Das ist sie durchaus, aber alles Schöne trägt auch Hässliches in sich und Schönheit vergeht irgendwann. Diese Welt ist düster, dunkel und alles andere als wunderschön. Der weltenmalerische Schreibstil untermauert das Ganze gut und zeigt wie düster eine Welt der Diktatur wirklich sein kann, selbst wenn die Landschaft wundervoll detailliert beschrieben ist und einen tollen Kontrast zur Geschichte darstellt.

Ein sehr reales Beispiel, wenn ich bedenke, welche Politiker in anderen Ländern so an der Macht sind. Was wäre, wenns werden hier super ausgespielt.

Vor allem die krassen Kontraste fand ich Wahnsinn. Was ist wahr und was ist falsch? Liegt die Wahrheit irgendwo dazwischen und wem kann man noch trauen?
Ob ich das neben der Landschaft als schön bezeichnen würde und vor allem unter einer Diktatur zu leben, bei der jede Frage gegen das System nicht gestattet ist und es mein eigener Vater wäre... nun, ich weiß nicht, ob ich das als schön bezeichnen würde.

Die Geschichte ist ja nun echt alt bekannt
Das würde ich so jetzt nicht sagen. Ich denke die Geschichte ist anders. Sie ist neu und sie zeigt eine Welt,  die realistisch wie fiktiv ist.
Verbindet die dystopischen Elemente mit Fantasy und Realität und zaubert eine komplett neue Welt mit neuer Magie und Charakteren, die ihre Rolle durchaus sehr überzeugend spielen.
Doch gerade weil es etwas anderes ist, liegt es vielleicht nicht jedem, aber alt bekannt würde ich nicht sagen. Sogar von dieser Art der Magie habe ich in der Form nicht gehört und gerade diese Neuerschaffung - wenn man es so nennen kann -  hat mir echt gefallen. So kam mir neben der Magie nicht ein Mal die Idee der Geschichte bekannt vor und das soll schon etwas heißen. Bin ich in diesem Genre doch zu Hause.
Wer hier alt bekannte Storyelemente sucht, wird vielleicht dennoch an einigen Stellen fündig werden, im Gesamtpaket aber merken, dass Joshua Tree es versteht, sein Buch komplett anders aufzubauen, als man gewohnt ist.
Der Einstieg beginnt mit dem Sprung ins Unbekannte, aber ohne jede wirkliche Konstante. Die Figuren lernt man erst wirklich im Verlauf kennen und ich hatte nie das Gefühl, ansatzweise alles zu verstehen.
Gerade das zeigt mir, wie wenig ich erst weiß und das dort definitiv noch einige Geheimnisse und neue Elemente auf mich warten werden.
Das Einzige, was einem wirklich irgendwie bekannt vorkommen dürfte, ist das System. Herrscher und Beherrschte. Gefangene und Flucht, Liebe und Hass. All das liegt eng beieinander und mag fast vertraut sein, dennoch gibt es auch hier Dinge, die ich so nicht erwartet habe, oder habe kommen sehen.
Der ganze Weltenbau wartet nur darauf erforscht zu werden.
Das allein alte Hasen aus dem Genre den Eindruck haben, etwas komplett Neues zu lesen, mit neuen Entwicklungen und unerwarteten Wendungen deutet schon darauf hin, dass wir hier auf eine neue, spannende Geschichte hoffen können.


Das ist bestimmt ein Einteiler auf den man Jahre wartet...
Genaugenommen sind es sogar 6 Teile, wobei es sich um je zwei Trilogien handelt, die in sich abgeschlossen sind und lange warten muss man zudem auch nicht:

Der Weg der Rebellen
1. Pilgrim 1: Die Rebellen (April '17)
2. Pilgrim 2: Die Verlorenen (April '17)
3. Pilgrim 3: Die Geächteten (16.07.2017)

Der Weg der Erwachten
4. Pilgrim 4: Die Magier (in Vorb.)
5. Pilgrim 5: Die Zerstörer (in Vorb.)
6. Pilgrim 6: Die Erlöser (in Vorb.)


Wer nun Lust bekommen hat, kann ja bei folgendem Gewinnspiel  mitmachen.

Preise:
1. Platz: ein Taschenbuch von Band 1 inkl. Lesezeichen
2. Platz: ein eBook (Band 1 oder 2 nach Wahl) & ein Schmucklesezeichen


So geht’s: beantworte jeden Tag die Gewinnspielfrage in den Kommentaren und sammel ein Los für den Lostopf.

Gewinnspielfrage:
Würdest du in einer perfekten Welt leben wollen?

Teilnahmebedingungen:
Die Teilnahme an dem Gewinnspiel ist ab einem Alter von 18 Jahren möglich. Falls Du unter 18 Jahre alt sein solltest, ist eine Teilnahme nur mit Erlaubnis des Erziehungs-/Sorgeberichtigten möglich.
Der Versand der Gewinne erfolgt nur innerhalb Deutschland, Österreich und Schweiz, wobei der Rechtsweg hier ausgeschlossen ist. Für den Postversand wird keinerlei Haftung übernommen.
Eine Barauszahlung der Gewinne ist leider nicht möglich.
Als Teilnehmer erklärt man sich einverstanden im Gewinnfall öffentlich genannt werden darf.
Jede teilnahmeberechtigte Person darf einmal pro Tag an dem Gewinnspiel teilnehmen. Mehrfachbewerbungen durch verschiedene Vornamen, Nachnamen, Emailadressen oder einem Pseudonym sind unzulässig und werden bei der Auslosung ausgeschlossen.
Das Gewinnspiel wird von Liza’s Bücherwelt und Joshua Tree veranstaltet.
Das Gewinnspiel endet am 17.07.2017 um 23:59 Uhr.

Stationen der Blogtour
10.07. – Buchtrailer – Bücherleser
11.07. – Buch – und Autorenvorstellung – Der Lesefuchs
12.07. – Beitrag zum Cover und dessen Entstehung – BibliophileHermine
13.07. – Protagonisten Interview – DiaBooks
14.07. – Lesung aus Band 1 – Die Buchrücker
15.07. – Was man über das Buch nicht sagen kann – hier
16.07. – Piratenkodex aus Sicht des Kapitäns – Süchtig nach Büchern
17.07. – Fun Facts – Sasses Reich der Bücher
Gewinnspiele & Leseschnipsel – Liza’s Bücherwelt

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9 Kommentare

  1. Guten morgen also in einer perfekten Welt wäre das Leben sicher problemlos aber ich glaube, dass Wir Menschen dann weniger über uns hinaus wachsen würden. Wir würden alles hinnehmen wie es ist und nicht den drang verspüren etwas zu ändern oder gar zu verbessern. LG julia

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  2. Sandra Eisenring15. Juli 2017 um 11:13

    Guten Morgen und Danke für sen tollen Beitrag. Echt spannend. Was die Frage angeht, ob ich on einer perfekten Selt leben möchte. Ganz klar nein. Denn gerade ds Unperfekte macht das Leben erst spannend.

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  3. Nein, ich glaube gerade das nicht so Perfekte macht es aus, daher würde ich dort nicht leben wollen.

    Liebe Grüße,
    Daniela

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  4. Hallo! 😃
    Ein toller Beitrag. 😃
    Nein,das würde ich nicht wollen, ich denke,das wäre zu eintönig.
    Liebe Grüße, Melanie Siedentop

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  5. Zu perfekt...?! Nein danke ich brauche schon etwas um mich rum mit Ecken und Kanten und eben das nicht alles so fantastisch ausschaut! :-)

    gerne weiter mein Glück fürs Print versuche da ich keine ebooks lesen kann und sie auch nicht mag!

    VLG Jenny

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  6. Wooow....das war ja ein Wahnsinns toller Beitrag.
    Vielen Dank dafür.


    Eine Welt, in der alles perfekt ist?
    Neee....da würde ich mich bestimmt nicht wohl fühlen.
    Schließlich haben wir ja auch alle unsere Fehler und Macken.

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  7. Hallo und guten Tag,

    Hm, was ist schon eine perfekte Welt..liegt doch auch immer im Auge des Betrachters oder?

    Deshalb denke ich mir....es gibt nie eine wirkliche, perfekte Welt ..weil jeder hier eine, ganz eigene Vorstellung von Perfekt hat.

    Perfekt ist daher fast unmöglich, aber man kann sie sich im Rahmen seiner Möglichkeiten einigermaßen gut und erträglich gestalten und darauf hat schließlich jeder ein Recht und so denke ich mir, passt es auch und viele sind glücklich....

    Schönen Sonntag..LG..Karin...

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  8. Hey,

    was ist denn eine perfekte Welt und würden da nicht nur perfekte Menschen leben? Wäre ich dann noch ich? Sicher nicht, denn ich bin nicht perfekt. Also nein. In einer schöneren Welt ja, aber nicht in einer perfekten.

    gruß Isbel

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  9. Toller Beitrag Anna <3
    Jetzt hab ich richtig Lust auf das Buch :D

    In einer perfekten Welt würde ich nicht leben wollen, aber in einer, die ihre Fehler wenigstens erkennt und dann auch mal handelt.

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