[Reise zum Drachenmond] Kerstin Ruhkieck


Kurzinfo:
● Kerstin Ruhkieck, aus dem schönen Hamburg, bezeichnet sich selbst als Nordlicht, Autorin aus Leidenschaft  ◄ an dieser Stelle habe ich ein Mal den originalen Wortlaut zensiert, denn diese Frau ist wirklich begabt

● Im Genre ist Kerstin nicht festgelegt. Von Jugendbuch (YA), New Adult, Dystopien oder Thriller ist alles dabei (Jeder von euch sollte also Forbidden Touch lesen)

● Inspirieren lässt sie sich von Nachrichten, Musik, oder Träumen. Alles, was akustisch oder visuell ist






1) Was hat dich dazu bewegt „Ein Cowboy am Nord-Pol“ zu schreiben, wenn man bedenkt in welchen Genres du sonst abseits davon schreibst?
Ich wollte diese Geschichte schreiben, weil sie mich interessiert hat. Ich suche mir die Themen, über die ich schreibe, nicht nach Genre aus, sondern danach, was ich erzählen möchte, was aus mir heraus bricht. Aber grundsätzlich schreibe ich wohl auch nur in Genres, die ich auch selbst gern lese. 

2) Eine Figur aus deinem Buch „Ein Cowboy am Nord-Pol“ mit der du gerne die Rollen tauschen würdest und warum?
Also eigentlich mit niemandem. Ich muss aber sagen, dass tatsächlich ein kleines Stück von mir auch in Nora steckt, Erfahrungen, die sie macht, sind eigentlich meine. Von daher kann ich mich sehr gut in sie hineinversetzen, was einen Rollentausch ja theoretisch sehr nahe kommt. 

3) Wenn du selbst an den Nordpol reisen würdest, welche Dinge würdest du mitnehmen? (Du darfst nur einen Koffer mit 4 Dingen packen und nein Jacke, Schal und Schuhe sind 3 Dinge :D)
Was soll ich denn da, am Nordpol? Ich käme niemals auf die Idee, dorthin zu reisen. Aber wenn man mich dort aussetzt, würde ich vermutlich einen warmen Ganzkörperoverall mitnehmen, ein Zelt, natürlich ein Buch und Schokolade. 
(Hallo, du bist Autorin, sei kreativ :D Wir sind hier nicht bei Wünsch dir was, sondern bei "Was wäre, wenn... ich sag ja, nächstes Mal mit Video... siehst du den drohenden Finger?)

4) Gibt es ein Genre in dem du niemals schreiben wollen würdest?
Ich glaube, davon gibt es mehrere, aber ganz oben auf der Liste steht der Historische Roman. Das ist ganz einfach damit zu begründen, dass ich Geschichte unheimlich langweilig finde (sorry!!!) und schon in der Schule nichts damit anfangen könnte. Wenn ich nur daran denke, was ich dafür alles recherchieren müsste … nein, danke!

5) Ein Buch aus dem Drachenmond in dem du gerne ein Mal für ein paar Tage leben wollen würdest? 
Ich will ja kein Spielverderber sein, aber ich glaube, in keiner. Ich komme ja schon kaum in der Realität klar, ich fürchte, in jeglicher Buchwelt wäre ich maßlos überfordert! 
(Man, Kerstin, das macht so keinen Spaß mehr. Ich kündige... )

6) Du wirst gefangen genommen. Mit wem von den DM Autoren würdest du deinen Fluchtversuch planen und welche Jobs hätten sie/du?
Als Betriebswirtin für eine schnelle und effiziente Fluchtplanung nehme ich Anne-Marie Jungwirth mit. Dirk könnte unsere Entführer irgendwie ablenken, vielleicht indem er sie in Grund und Boden quatscht, und Alexandra Fuchs bräuchte ich persönlich, die mir mit ihren zynischen Bemerkungen die Angst nimmt. Und ich? Mein Job wäre es, meine Hand auf den Mund zu pressen und bei unserer Flucht keinen Muchs von mir zu geben! 

7) Ein Mensch, der dich zum Schreiben inspiriert hat?
Eigentlich gibt es da direkt niemanden. Irgendwie wollte ich schon immer schreiben, ich kann gar nicht genau sagen, woher das damals kam. Dieser Drang war einfach da, und inzwischen bin ich es selbst. Nicht, dass ich mich selbst inspiriere, aber ich schreibe meine Geschichten in erster Linie für mich. Ich weiß, dass ich damit vermutlich nie die breite Masse ansprechen werde, aber ich muss mir selbst treu sein, damit ich gute Geschichten schreiben kann. 
(Ach, ich finde das nett, sich selbst zu inspirieren. Was ist deine Inspiration? Mein Gehirn und ich. Ein Spiegel reicht mir und die Geschichten sprießen nur so... *das war jetzt ein Witz* :D Die Einstellung finde ich sehr wichtig, in erster Linie für sich zu schreiben. Man ist sich selbst wohl der größte Kritiker!)

8) Eine berühmte Person, mit der du gerne ein Mal die Rollen tauschen würdest?
Hm. Vielleicht Jennifer Lawrence? Ich glaube, in ihrem Kopf passieren völlig crazy Dinge, da würde ich gern mal einen Blick drauf werfen! 

9) Wenn du deinem jüngeren Ich drei Dinge sagen könntest, welche wären das? 
Erstens: Vergiss es, du wirst niemals die jüngste Bestseller-Autorin aller Zeiten! Zweitens: Erwarte nicht zu viel, das Geschäft mit Büchern ist ein Haifischbecken. Und drittens: Glaub mehr an dich. Auch wenn es vielleicht nicht so vielen zu schätzen wissen wie du es verdient hättest, aber du bist richtig, richtig gut in dem, was du da tust! 
(Amen)

10) Deine Motivation zum Schreiben, die du anderen mitgeben möchtest?
Schreib für dich, nicht für den Markt. Der Leser merkt es, wenn du nicht hinter deiner Geschichte stehst. Schreibe nur die Geschichten, für die du brennst, die ein Kribbeln in deinen Bauch zaubern, auf die du dich freust, wenn du sie wieder lesen kannst, weil ja sonst niemand die Bücher schreibt, die du unbedingt lesen möchtest. Dieses Feuer in der Geschichte wird auch für den Leser spürbar sein, und das ist viel wichtiger als irgendwelche Verkaufszahlen!


Liebe Kerstin, danke, für diese ehrlichen Einblick und die wahren Worte. Du bist mehr als gut in dem, was du tust.

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Kommentare

  1. Mega gutes Interview! :)
    Ich habe zwischendurch richtig lachen müssen.. Dirk, der die Entführer vollquatscht haha. :-D

    Liebe Grüße,
    Nicci

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