Fünf Sterne Rezensionen - Ein Plädoyer an das Bewertungssystem

So oder so ähnliche Sprüche kennt gewiss jeder von uns. Sei es unter Beiträgen, auf Facebook oder in Whatsapp Gruppen.
Egal wo, früher oder später trifft man doch auf eine solche Aussage.
Als ich Annas Beitrag zu Rants und Verriss gelesen habe (übrigens eine der Bloggerinnen, mit der ich mich nicht nur den Namen, sondern auch den gleichen Buchgeschmack teile), ist mir der Gedanke gekommen: Okay, wenn wir darüber reden, ob und wie man sich negativ über ein Buch auslässt, was ist dann mit den ganzen positiven Rezensionen?

Dies ist kein Beitrag, der die fünf Sterne Rezensionen loben oder ihnen huldigen soll. Es soll lediglich ein Ansatz zum Erklären sein, warum manchmal mehr als ein Buch mit fünf Sternen bewertet wird.


Quelle: Freepik

Viele von uns lesen sie, die Rezensionen. Es gibt positive, in den Himmel lobende Rezensionen und welche, die sich mit den negativen Aspekten beschäftigen. Beides hat seine Daseinsberechtigung, auch wenn man für die weniger gut bewerteten Rezensionen irgendwie immer kämpfen muss.
Doch warum erzählen immer so viele von: Die Abwechslung bei der Bewertung muss stimmen, sonst kann ich denjenigen auf Dauer nicht ernst nehmen, oder: Ich finde es sehr unrealistisch, dass jedes gelesene Buch gleich überdurchschnittlich gut sein soll.
An sich kann ich solche Aussagen verstehen. Kein Buch, das man liest, kann genauso gut oder schlecht sein wie das, was man davor gelesen hat. Warum sollte man also einem Buch, das einem weniger gut gefallen hat, dann auch fünf Sterne geben, wenn ein anderes in dieser Rubrik voll überzeugen konnte? Ein Widerspruch in sich, möchte man meinen.
Ich denke, das große Problem bei einer solchen Bewertung ist immer das eigene Empfinden.
Wie gehe ich selbst mit meinen Bewertungen um, gibt es Dinge, die mich gestört haben und stärker ins Gewicht fallen, als bei anderen?
Und besonders: Was habe ich erwartet und bekommen? Jemand, der mit einer hohen Erwartung ran geht und enttäuscht wird, wird ein Buch ganz anders wahrnehmen, als jemand, der in diesem Genre zu Hause ist und weiß, was er zu erwarten hat.
Genauso spielt es immer eine Rolle, aus welcher Intention heraus man liest. Liest man das Buch gerade, weil man muss, oder weil man unbedingt möchte? Auch das kann die Bewertung beeinflussen.
Doch warum sollen fünf Sterne nun unrealistisch sein, weil sie überdurchschnittlich gut sind?
Können nicht auch nur drei Sterne Rezensionen unrealistisch sein? Oder nur vier Sterne?
Prinzipiell macht mich alles erst einmal stutzig, das zum einen oder anderem Extrem neigt.
An dieser Stelle musste ich mir dann kurz an die eigene Nase fassen. Ich war hier kurz davor zu sagen: Ja, das ist schon komisch und habe dann in meine eigenen letzten Rezensionen geschaut: Fünf Sterne.
Bin ich deshalb nicht mehr so ernst zu nehmen? Haben mir die Bücher wirklich so unfassbar gut gefallen, oder gab es andere Dinge, die mich beeinflusst haben?
An dieser Stelle habe ich begonnen, mich das erste Mal richtig mit diesem Thema, ab wann jemand nicht mehr ernst zu nehmen ist, beschäftigt.
Und ich sage: Nein. Nur, weil jemand oft oder häufig fünf Sterne verteilt und das über dem Durchschnitt liegt, heißt das nicht zwangsweise, dass das unseriös oder unrealistisch sein muss, denn jeder hat ein anderes Empfinden.
Zudem kommt immer hinzu wie jemand etwas begründet.
Es gibt Rezensionen, die lese ich und habe den Eindruck, dass das ein Buch ohne Mängel ist. Die Bewertung sagt drei Sterne. Wie kann so etwas sein? Wie kann ein Buch, das dem Leser anscheinend gefallen hat, dann nur mit drei Sternen bewertet werden, wenn eine Begründung dazu fehlt?
Wie kann etwas ohne Kritik dann nur drei Sterne wert sein?
Eigenes Empfinden? Sicher, aber ich kann nicht in den Kopf des Schreibers schauen.
Es gibt Rezensionen, die lese ich und habe den Eindruck: Hey, hier lobt jemand alles in den Himmel. Dann lese ich die nächste und übernächste Rezension und treffe auf das gleiche Phänomen: Protagonisten toll, Geschichte super und fesselnd, Wendungen, die niemals zu erwarten waren. Aha, denke ich mir, und das hilft mir jetzt bei meiner Entscheidung das Buch zu lesen?
Es gibt Rezensionen, die lese ich und habe den Eindruck: Dass alles kritisiert wird. Ergebnis: vier Sterne, oder Dinge fallen wie: Es ist ja nicht mein Genre, aber...
Gerade weil es nicht das Genre ist, was man sonst so viel liest, hat man doch eigentlich eine Meinung dazu, oder? Solange sie sachlich und normal begründet, man nicht ausfallend oder beleidigend, ja, vielleicht sogar verallgemeinernd wird, sehe ich da kein Problem die eigene Meinung zu schreiben.
Doch das sind alles Beispiele, die, wie ich finde, das Problem sehr gut verdeutlichen.
Ebenso gibt es Rezensionen, die von Rechtschreibfehlern, Spoilern und Grammatikfehlern nur so triefen, derjenige hat aber eine Mischung aus zwei bis fünf Sternen dabei. Macht ihn das jetzt zu einem ernst zu nehmenden Blogger/Rezensenten/Leser? Fraglich.

Das Problem liegt nicht in der Anzahl der Sterne, wobei ich schon zugeben muss, dass nur fünf Sterne auf andere unrealistisch wirken können, sondern darin, wie etwas begründet wird.
Ich kann drei Sterne Rezensionen lesen und mir denken: Das klingt aber nach fünf und ich kann fünf Sterne lesen, bei denen alles in den Himmel gelobt wird, ohne einen Kritikpunkt, bei denen ich mich frage, ob das wirklich so der Wahrheit entspricht, wenn keine wirklichen Begründungen dabei stehen.
Wie sagt man so schön: Keine Behauptung ohne Beweis und ja, auch das gilt für Rezensionen.
Warum war die Story überzeugend, warum waren die Protagonisten so toll/schlecht, warum hat man mit den Wendungen nicht gerechnet und wie war das eigene Leseempfnden?
Es geht nicht darum, einen Aufsatz zu schreiben, es geht darum den Lesern zu zeigen, warum das Buch eine Empfehlung ist oder nicht.
Ich als Leser möchte nicht den halben Inhalt wissen, ehe ich das Buch selber gelesen habe, es gibt immer Möglichkeiten, Dinge zu umschiffen.

Außerdem finde ich hier wichtig zu erwähnen, dass fünf Sterne nicht gleich fünf Sterne sind.
Genauso wie eine 1.3 nicht immer eine glatte 1.3 ist. Das Problem bei diesen Bewertungen ist einfach, dass es keine Abstufungen hat.
Sonst müsste man 4,5678 Sterne vergeben, weil Buch A bei 4,5677 lag und Buch B ja ein bisschen besser war.
Man kann in der Schule oder Uni an einer 3- vorbeischrammen oder man hat eine 3-, die zu einer 3 tendiert, weil  ein Punkt gefehlt hat.
Und dieses Phänomen gibt es auch bei Büchern.
Ich habe zum Beispiel Glimmernächte geliebt. Es hat mich überzeugt, mitgerissen  und abgeholt. Tolle Protagonisten, eine Geschichte, die wirklich ein Mal etwas komplett anderes war und dann gab es dort noch die Anthologie Winterstern. Ich lese nicht gerne Kurzgeschichten, ich finde, sie versuchen zu viel auf zu wenig Seiten zu erzählen. Doch diese Anthologie enthielt Geschichten, die ich  wirklich gut fand. Andererseits gab es dann auch Kurzgeschichten, die mich nicht angesprochen haben, für mich aber ein Zeichen der Vielfältigkeit. Insgesamt eine wirklich tolle Zusammenstellung, deren Vielfältigkeit und Überzeugungskraft mich wirklich positiv überrascht hat und von deren Inhalten ich ebenfalls überzeugt wurde.
Beides fünf Sterne.
Für mich kommt Winterstern nicht an Glimmernächte ran, rein aus der Bewertungssicht, denn dafür habe ich in Winterstern nicht alles gelesen, weil mich nicht alles angesprochen hat.
Aus Kurzgeschichten Sicht, ist das jedoch eine der Anthologien, die ich wärmstens und mit gutem Gedanken empfehlen kann.
Zwei Bücher, zwei Meinungen, eine Bewertung.

Nur weil viele Bücher von einer Person fünf Sterne bekommen, heißt das nicht, dass dies zwangsweise negativ sein muss, denn sogar Bewertungen der gleichen Kategorie können abgestuft werden. Problematisch wird es dann, wenn es verschriftlicht werden soll. Wie soll diese Abstufung klar gemacht werden?
Amazon und Co. bieten keine konkreten Abstufungen an.
Sterne, Pfoten, Kronen und Co durch Zwischendurchlektüre oder Herzensempfehlung ersetzen bietet sich für viele an, aber das gleiche Phänomen tritt dann trotzdem bei Amazon und Co auf.

Fazit:
Letzten Endes sind Bewertungen, wie Noten, nicht alles im Leben. Häufig ist es sogar wichtiger, das geschriebene Wort zu beachten, anstatt rein nach Bewertungen zu gehen.
Klar, ist es verständlich, dass es Leser gibt, die sagen, überdurchschnittlich gut muss mich wirklich überzeugen. Andere wiederum haben ganz andere Kriterien für ein fünf Sterne Buch.
Andere Punkte fallen ins Gewicht und auch die Bewertungen untereinander können sich trotz fünf Sternen unterscheiden.

Prinzipiell bin ich aber auch ein Verfechter der negativen Meinungen und bin der Ansicht, dass nicht alles mit fünf Sternen bewertet werden muss, oder sollte. Auch negative Meinungen sind wichtig und sollten toleriert werden.
Nicht jedes Buch kann jedem gefallen und folglich gibt es auch zig verschiedene Meinungen dazu.
Es kommt aber immer auf die Gewichtung der negativen Punkte an, um welches Buch es geht, wie das eigene Leseempfinden war, usw.
Doch manchmal hat geht das eigene Gefühl in Richtung fünf Sterne, aber mit leichtem Abschwung. Der Abschwung kann nur leider sehr schwer dargestellt werden.

Ein Grund, warum ich in der gleichen Bewertungskategorie immer Abstufungen einführe und sage: Das ist ein gutes Buch für zwischendurch oder das ist ein Buch, das man nicht parallel zu zehn anderen lesen sollte.

Kommentare

  1. Hey Anna,

    schöner Beitrag! Du hast Recht, Bewertungen sind nicht alles. Nicht umsonst verzichten einige Blogger komplett auf die Bewertungen in Sternen, Pfoten, Katzen etc etc. Ich habe auch darüber nachgedacht, aber mich dann selbst dabei erwischt, dass Punktebewertungen beachte, um einen ersten Eindruck eines Produktes/Buches etc. zu gewinnen. Also bleiben sie bei mir erstmal.

    Ich finde übrigens nicht, dass ein/e Blogger*in unglaubwürdig ist, wenn er/sie vorrangig gut bewertet. Wie due beschrieben hast, hängt die subjektive Bewertung von so vielen Faktoren, Umständen und Einflüssen ab, dass verschiedenste Bücher de 5 Sterne bekommen.
    Solange der/die Rezensent*in mir begründet, warum das Buch die Bewertung hat, finde ich das gut und richtig, dass die subjetive Bewertung ist, wie sie ist.

    Viele Grüße :D

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    1. Hey Jasmin,

      Genau das gleiche Problem habe ich auch.
      Ich schaue bei Amazon zum Beispiel oftmals nach Bewertungen und überfliege grob die Meinungen, es sei denn, Ich bin mie zu 100% sicher. Deshalb kann ich die Bewertungen auch nicht so einfach runter werfen 😅

      Bei deinem letzten Absatz kann ich dir schlichtweg nur zustimmen. Die Begründung machts.

      Liebe Grüße,
      Anna ❤

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  2. Toller Beitrag Anna, der mir wirklich aus der Seele spricht. Du hast es wunderbar auf den Punkt gebracht. ❤️

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  3. Sehr guter Beitrag und ich kann dir da schon zustimmen.
    Ich für mich habe mich bissl an goodreads mit der Sternenvergabe gehalten, dort bedeutet ein Stern "did not like it" und es geht dann weiter mit "it was okay", "i liked it", "i really liked it" bis zu 5 Sternen mit "it was amazing" - das hat mir immer geholfen, die Bücher zu bewerten. Bei mir finden sich natürlich dann viele 3er und 4er wieder, aber auch eben 2er, weil sie noch okay waren.
    Aber dazu muss ich dann auch noch sagen, dass ich eben in meinen bevorzugten Genre lese und nur manchmal eben auch etwas anderes lese.

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    1. Das finde ich eine ziemlich gute Idee, denn damit grenzt du die Punkte sehr gut von einander ab. Das wäre echt ne Überlegung wert und das mit dem im bevorzugten Genre lesen, ohja, das mache ich auch :')

      Liebe Grüße

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  4. Ach Anna, wir verstehen uns einfach. :)
    Du sprichst mir aus der Seele.
    Und ein weiterer wichtiger Aspekt bei vielen 5 Sterne Bewertungen - es kann doch auch sein, dass der Leser einfach sehr gut weiß, was er gern liest. Insofern wäre dann klar, dass da mehr gute Bewertungen einfließen ;)

    LG Teja

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    1. Hey Teja,

      Genau das mit dem Geschmack und wissen, was man gerne liest, finde ich auch sehr wichtig, denn ich greife zwar gerne mal zu Büchern, die außerhalb meiner Komfortzone liegen, aber auch nur dann, wenn es mir prinzipiell erstmal gefalle könnte!

      Liebe Grüße,
      Anna

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  5. Hey Anna,

    Wirklich schöner Artikel. Ich stimme dir da vollkommen zu.
    Ich bewerte häufig auch gut - sehr gut - wobei es auf dem Blog keine Punkte- / Wolkenbewertung mehr gibt- das liegt aber auch einfach daran, dass ich mir das was ich lese auch immer nach empfinden aussuche und mein Bauchgefühl mich selten täuscht. Natürlich hab ich auch Flops dabei.
    Jedes Buch sollte aber auch individuell betrachtet werden. Ein Buch mit einem anderem zu vergleichen - selbst im gleichem Genre - nur weil beide 5 Sterne haben geht in meinen Augen einfach nicht, weil - wie du schon sagtest - es oftmals ein anderes Lesegefühl vermittelt. Das mag am Schreibstil, der Story etc liegen aber jedes Buch hat einfach sein eigenes feeling.
    Manchmal sind Bücher für mich sogar überdurchschnittlich gut, grade weil sie Schwächen und Makel haben oder trotz ?!? Manchmal passt es einfach obwohl es nicht stimmig ist. Liebe ist nie logisch - auch die Liebe zu Büchern nicht.

    Liebe Grüße von der Küste
    Kira

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    1. Hey Kira,

      Vielen Dank :3

      Das mit dem Vergleichen sehe ich ganz genau so. Das Lesegefühl ist bei jedem Buch individuell und das Ganze zu vergleichen finde ich immer schwierig, denn 5 Sterne können für jedes Buch irgendwie anders gewichtet werden. Klar,gibt es gewisse Kriterien, aber man hat ja gewisse Dinge, die wiederum abweichen, stärker oder weniger ins Gewicht fallen.

      RICHTIG. Ich finde es wichtig, dass es authentisch ist und dann sehe ich auch gerne über kleinere Mängel hinweg:3
      Bin da ganz bei dir

      Liebe Grüße aus dem Norden,
      Anna

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  6. Hi Anna,

    toller Beitrag. Denke da ganz ähnlich. Bewerte auch ziemlich oft die Bücher gut oder sogar sehr gut. Habe meist auch einfach ein gutes Händchen, wodurch ich kaum Flops habe. Andererseits bin ich auch voll ein Stimmungsleser und lese je nachdem was anderes, sodass Buch und ich zusammenfinden. Zudem kann man ja auch innerhalb der Kategorien immernoch Abstufungen machen, die man durch seine Rezension zum Ausdruck bringen kann.

    Liebe Grüße,

    Theresa

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    1. Hallo Theresa,

      Genau das ist es halt. Je nach Stimmung kann etwas ganz anderes ins Gewicht fallen. Manchmal passt die eigene Stimmung nicht zum Buch oder man hat eine Phase, in der man Bücher aus dem Genre xy lieber liest und sich dann auf das Bauchgefühl verlässt, dass es voll der eigene Geschmack ist!

      Liebe Grüße,
      Anna

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  7. Ein wirklich toller Beitrag. Ich denke, dass Rezensionen viel mit dem eigenem Gefühl zu tun haben. Ein Buch, dass mich heute abholt kann mich morgen kalt lassen. Ich suche mir meist Bücher nach Stommung aus und dementsprechend sind die Rezensionen vielleicht immer einen Tick besser aus. Dennoch versuche ich alles anzusprechen was positiv oder auch negativ gewesen ist.

    Alles liebe Kani

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    1. Hey Kani,

      Genau das ist es. Ich denke, dass die Stimmung wirklich ein wichtiges Kriterium ist, das bei der Bewertung eine große Rolle spielt und das mit dem auch Negatives ansprechen finde ich sehr gut.

      Liebe Grüße,
      Anna

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  8. ...und genau deshalb vergebe ich keine Sterne mehr. :-D

    Gut, Amazon und Co. zwingen mich dazu, da geht's halt nicht anders.
    Und doch würde ich behaupten, dass meine Rezensionen primär auf dem Blog gelesen werden und nicht bei Amazon oder LB. Auch, wenn die bei Amazon natürlich Einfluss auf die Gesamtwertung des Buches nimmt.
    Ehrlich gesagt weiß ich nach dem Abschicken eh nicht mehr, wie viele Sterne ein Buch von mir bekam. Es ist mir auch einfach egal. Es ist nichtssagend. Bücher, die ich mit Buchtipp bewertet habe bekamen 3 Sterne, aber auch 4 oder gar 5.
    Bücher, die für mich Zwischendurchlektüre waren bekamen 3 oder 4. Könnten aber auch mal 2 sein.
    Da es beim Rezensieren um eine persönliche Wertung eines Buches geht passt es für mich nicht zusammen es in eine unpersönliche Sternenvergabe zu pressen.

    Liebe Grüße,
    Nicci

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    1. Hey Nicci,

      Ich kann dir da nur voll zustimmen.
      Besonders weil man sich häufig von den Sternen leiten lässt. Ich lese zb zum Teil Rezensionen auf Amazon, die 5 Sterne sind und dann aber vieles kritisieren, was für mich dann wiederum nach 3 Sternen klingt und das zeigt mir dann immer, wie unterschiedlich die Auffassung ist.
      Persönlich kann ich mit Zwischendurchlektüre zb auch mehr anfangen; als mit 3 Sternen, wobei ich auch gestehen muss, dass ich jemand bin, der bei Amazon und Co nach den Sternen schaut. Seltsam, oder? 😅 Wie so etwas Einfluss auf einen haben kann.

      Liebe Grüße,
      Anna

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    2. Ich gucke auch manchmal auf Amazon nach der Bewertung 😄 aber da sind auch häufig viele Blogger versammelt, was ja recht praktisch ist.
      Manche Begründungen finde ich allerdings auch Banane, auch das Resultat der jeweiligen Sterne draus..

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  9. Hey :)

    Toller Beitrag! Ich kann dir in vielen Punkten wirklich nur zustimmen und finde das mit den Punktebewertung ist generell ein heikles Thema. Mir ist das ehrlich gesagt zu unkongret ein Buch in irgendeine Schiene zu pressen, weswegen ich schon öfter überlegt habe, es bei mir auf dem Blog abzuschaffen, aber es würde ja alles nichts nützen, denn bei Amazon müsste man ja doch nur wieder Punkte vergeben...

    Liebe Grüße
    Alli

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    1. Hey Alli,

      Genau das ist halt das Problem. Man versucht alles auf eine Bahn zu bringen, was aber total schwierig ist, da man die Bücher grob gesehen miteinander gleichsetzt auch wenn man das selber anders sieht. Besonders weil jeder irgendwie ein anderes System hat, können 3 Sterne auch schnell nach 5 und umgekehrt klingen, weil andere Dinge ins Gewicht fallen... Das finde ich dann sehr schwer einzuschätzen.

      Liebe Grüße,
      Anna

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  10. Huhu!

    Hab ich da am Anfang was verpasst? Was für Sprüche denn? :-)

    Ein sehr schöner und gut begründeter Artikel, den ich gut nachvollziehen konnte und den ich im Grunde auch so unterschreiben würde.

    Ich muss zugeben, ich werde vielleicht auf den ersten Blick stutzig, wenn ein Blogger scheinbar nur 4.5 bis 5 Sterne vergibt, aber das hält mich nicht davon ab, in seine Rezensionen zumindest mal unvoreingenommen reinzulesen. Denn vielleicht wählt derjenige seine Bücher ja supersorgfältig aus und wird daher selten enttäuscht, oder er bricht Bücher ab, die ihn nicht innerhalb der ersten 100 Seiten überzeugen können.

    Allerdings ist es mir lieber, wenn ein Blogger die Bücher, die ihm nicht gefallen haben, nicht verschweigt, sondern zumindest in einem kleinen Kurzfazit erwähnt! Ich lese sogar sehr gerne negative Rezensionen, die sind oft die interessantesten...

    Ich habe deinen Beitrag HIER für meine Kreuzfahrt durchs Meer der Buchblogs verlinkt!

    LG,
    Mikka

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