Sagst du das, was du denkst?








Zuerst denken, dann reden? Trägst du dein Herz auf der Zunge oder überlegst du immer ganz genau was du wie sagst? 

Lang lang ists her. Irgendwie hatte ich die letzten Freitage nicht die Zeit zum Schreiben, die ich gerne gehabt hätte, aber nun gut.
Diese Gedanken wurden von Ava Reed ins Leben gerufen.

Jeder kennt diese Momente: Hätte ich das mal nicht so gesagt und ich habe es ja eigentlich gar nicht so gemeint.
Eine klare Antwort gibt es auf diese Frage in meinen Augen nicht, denn dafür spielen zu viele Aspekte mit rein. Ich selbst würde mich als jemanden beschreiben, der teilweise sagt, was er denkt und teilweise darüber nachdenkt.
Es gibt Tage, an denen hat man das Gefühl, Bäume ausreißen zu können. Man könnte die ganze Welt retten und Dinge tun, die man sich zuvor nicht zugetraut hat.
Auch ich kenne diese Tage. Das Glück und die Freude sprudelt quasi aus einem heraus und selbst die nörgeligste Person kann einem in diesem Moment nichts anhaben.
Dann aber gibt es Tage, an denen man mit dem falschen Fuß aufsteht. Da erscheint sogar das Tackern von Seiten einer Überforderung gleich zu kommen und Bäume ausreißen? Das war gestern ein Mal anscheinend ein anderes Ich. In solchen Momenten kann es vorkommen, dass man unbedachte Dinge sagt, weil man einfach nicht nachgedacht hat, weil man das sagt, was man denkt und im nächsten Moment sich selber fragt: Warum hast du das jetzt gesagt?
Kennt ihr diese Momente, in denen ihr wisst, dass es falsch ist und doch drängt euch etwas, genau das zu sagen und wenn ihr es nicht tut, dann würdet ihr platzen?
Ja, manchmal, denke ich, ist es sogar besser, Dinge direkt auszusprechen, ohne zu lange darüber nachzudenken, denn dann kommend ie "Was wäre, wenns" und die Worst Case Szenarien. Manchmal trifft man so auch eine ganz falsche Entscheidung, die aber richtig erscheint. Zu viel Nachdenken kann auch schädlich sein, denke ich.
Es gibt Situationen, in denen ich sage, was ich denke. Besonders dann, wenn ich das Gefühl habe ein Déjà-vu zu haben. Manchmal brennen dann die Sicherungen durch, ich denke, jeder weiß, was ich meine.
Sei es der Kontrollfreak-Ex, wenn jemand fragt, wem man da schreibt und man erstmal die Augen verdreht und richtig genervt ist, oder Anspielungen auf Dinge, die einen selbst stören. 
Ja, auch davon kann jeder gewiss ein Lied singen.
Dinge, die man selbst ändern möchte und einen selbst stören, auch noch mal unter die Nase gerieben zu bekommen ist auch nicht die feine englische Art, aber hey, das sind wohl Menschen.
Außerdem gibt es weitere Situationen, wie Ungerechtigkeiten, in denen ich sage, was ich davon halte. Sowohl real, als auch im Netz, wobei ich gestehen muss, dass ich mir im Internet mehr Gedanken darüber mache, wer das nun alles lesen kann oder könnte, während ich in der Realität weiß, wenn ich mich mit Mama zanke, erfährt das nicht die halbe Welt. 
Da muss ich mir selber eingestehen, dass ich dort reflektierter bin, als im realen Leben. Seltsam aber wahr. Ich beleuchte beide Seiten, ehe ich etwas dazu sage und formuliere meine Meinung häufig sachlicher, als ich sie bei einer Face-to Face Diskussion geäußert hätte. Einfach weil man beim Schreiben noch ein Mal reflektieren kann, ob das, was ich schreibe, eventuell falsch ankommen könnte oder ob alles klar verständlich ist...
Und genau das tue ich gerade wieder: Versteht man das, was ich sagen möchte? Ja, nein, vielleicht. Letzten Endes kommt es also immer auf die Ausgangssituation an.
Wie sieht es bei euch aus?

Kommentare

  1. Ich kenne das. Alles was du oben erwänht hast. Ich stimme dir bei allem zu, besonders, dass zu viel nachdenken schädlich sein kann. Man denkt die ganze Zeit über diese bestimmte Entscheidung oder dieses bestimmte Gesagte obwohl man es nicht ändern kann und schlussendlich kommt man überhaupt nicht voran. Und ich verstehe, was du sagen möchtest!! :) LG, Saskia

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    1. Genau das ist es halt. Wenn man zu viel darüber nachdenkt, hängt man sich nachher selber daran auf und kommt manchmal nicht mehr zu einer Entscheidung, was ist dann selber schon fast nervig finde.
      Und sehr gut, ich habe mir ein wenig Sorgen gemacht:D
      Liebe Grüße,
      Anna

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