Rezension| Das Juwel, Die Gabe - Amy Ewing


Das Juwel | Die Gabe | Band 1 | Amy Ewing | 448 Seiten | Fischer FJB
übersetzt von Andrea Fischer | erschienen am 20. August 2015
Print: 16,99€  Ebook: 14,99€ | Ansehen? Bei Amazon, beim Verlag

Das Juwel ist eines der Bücher, bei denen ich mir anfangs sehr unsicher war und auch im Einstieg keine richtige Meinung zu dem Inhalt hatte. Je weiter die Geschichte jedoch voran schritt, desto eher konnte ich Handlungs- und Beweggründe verstehen. Eine Geschichte, die anders nicht hätte sein können.

» Der Inhalt «

Violet lebt in Armut aber sie hat eine besondere Gabe. Eine Gabe, die ihre Chance und ihr Fluch zugleich ist...
Violet Lasting ist etwas Besonderes. Sie kann durch bloße Vorstellungskraft Dinge verändern und wachsen lassen. Deshalb wird sie auserwählt, ein Leben im Juwel zu führen. Sie entkommt bitterer Armut und wird auf einer großen Auktion an die Herzogin vom See verkauft, um bei ihr zu wohnen. Eine faszinierende, prunkvolle Welt erwartet sie. Doch das neue Leben fordert ein großes Opfer von ihr: gegen ihren Willen und unter Einsatz all ihrer Kraft soll sie der Herzogin ein Kind schenken. 
Wie soll Violet in dieser Welt voller Gefahren und Palastintrigen bestehen?
Als sie sich verliebt, setzt sie nicht nur ihre eigene Freiheit aufs Spiel. 

Dieser überwältigende Fantasyroman entführt uns in eine Welt voller Glanz und voller Dunkelheit. Eine Welt, in der eine Gabe ein Fluch sein kann.
Quelle: Fischer Verlag


» Das Fazit «

Ich muss gestehen, dass ich es jetzt im Nachhinein bereue, dieses Buch nicht früher gelesen zu haben und besser hätte der Januar 2017 nicht weitergehen können. Gekauft habe ich es bereits 2015 und es mussten ganze 1 1/2 Jahre vergehen, ehe ich mich wirklich an das Lesen getraut habe. Ich glaube, ich habe bei dem Cover eine ähnliche Geschichte wie bei "Selection" erwartet, Reichtum, die Krone und Macht, vielleicht einen Ball und die Liebe zweier Menschen, die unterschiedlicher nicht sein können. Das Ganze verknüpft mit der Magie alá "Die rote Königin". Letzten Endes hat mich gerade das komplett Fehlgeleitet und abgelenkt von dem eigentlichen Klappentext. Aber wie sagt man so schön, lieber später als nie. 
Meine ersten Probleme hatte ich bei dem Einstieg. Ich hatte das Gefühl in ein Becken mit Eiswasser zu springen, denn ich wusste weder wer ich war, noch wo ich war und was es mit Allem auf sich hatte. Zu viele Dinge wurden in den Raum geworfen, mit denen ich nichts hatte anfangen können und was sollte nun diese Gabe sein, von der der Klappentext so schön berichtet hatte? Doch dies legte sich bald. Immer mehr fand ich in die Geschichte, aufgeworfene Fragen wurden geklärt, ich lernte Violet mit ihren wunderbar magischen Augen kennen, warf ihr, nein mein Haar nach hinten, wenn sie es tat und hatte Angst, wenn sie sie empfand. Je weiter die Geschichte voran schritt, desto besser fand ich mich zurecht, genauso wie Violet an ihren Aufgaben und Schicksal gewachsen ist.
Besonders interessant fand ich, dass die Autorin aus dem weiblichen Geschlecht starke und individuelle Persönlichkeiten gemacht hat, die aber, je weiter oben sie in der Gesellschaft stehen, mit den altbekannten Rollenbildern zu kämpfen haben. Dieses Spiel mit dem emanzipierten Rollenbild hat mir gut gefallen, gerade weil viele der Figuren erst im Verlauf den Leser hinter ihre Fassade gucken lassen. Sogar die "Antagonisten" konnte ich auf ihre Weise nachvollziehen und verstehen und gerade das hat mich jede einzelne Seite mitfiebern lassen.
Der Anfang des Buches hat mich an eine ganz andere Entwicklung denken lassen, als sie letzten Endes war. Die Autorin hat hier etwas Altbekanntes mit total Neuem vermischt, an das ich während des Lesens nicht gedacht habe und so auch niemals darauf gekommen wäre. Ein Grund, warum mir dieses Buch so gut gefallen hat.
Der einzige Manko daran war die Liebe zwischen Violet und Ash. Ich hatte dort leider so meine Probleme und hätte es an ihrer Stelle zum Beispiel niemals durchgehalten. Vielleicht erschien mir die Liebe zu einfach, zu naiv aus ihrer Sicht. Vielleicht aber war es auch ihr Anker in einer sonst so turbulenten Welt. Ich empfand diese Liebe während des Lesens passend. Habe mitgeweint und gelacht, geliebt und gehasst. Jetzt im Nachhinein hätte ich mir gewünscht, dass sie umfassender und nicht so...simpel gewesen wäre.
In der Hinsicht und nach diesem Ende bin ich wirklich mehr als gespannt auf Band 2, das sich bereits einen Platz im Regal gesichert hat.

Ein wunderbarer Auftakt einer tollen Geschichte mit grandiosen Elementen.

1 Kommentar

  1. Oh, das Juwel sollte ich auch nochmal lesen, um dann Teil 2 hinterher zu schieben.
    Mir hat die Geschichte genauso super gefallen, wie dir! Ein so spannendes Buch!
    Alles Liebe, Sarah

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