Rezension| »Malakhim - Engelserwachen«

Malakhim | Engelserwachen | Band 1 | Hawa Mansaray | 480 Seiten | Talawah Verlag 
Print: 14,90 €  Ebook: 4,99 € | Ansehen? Bei Amazon, beim Verlag
Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar




» Der Inhalt «

"Die 16-jährige Georgie Eliot wird von ihren Mitschülern gemobbt und schikaniert. Auf der Flucht vor den handgreiflichen Übergriffen ihrer Klassenkameraden erleidet sie einen schweren Autounfall. Moriel, der Todesengel, stellt sie vor die Wahl, in ihr irdisches Leben zurückzukehren oder im Himmelsreich eine wichtige Aufgabe zu übernehmen. Georgie entscheidet sich gegen ihr bisheriges Sein und wird zu einer Malakhim, einem Halbengel.
Aber auch im Paradies ist nicht alles Gold, was glänzt. Als der mysteriöse Cedric, der Georgie magisch anzuziehen scheint, ihr eine uralte Prophezeiung offenbart, steht das Böse bereits kurz davor, das Himmelsreich zu stürzen und die Menschheit zu vernichten. Längst hat Luzifer seine Schergen ausgesandt, um Feuersbrunst und Tod über die Welt zu bringen.

Ein Kampf zwischen Gut und Böse, Himmel und Hölle, und eine außergewöhnliche Liebe ohne jegliche Vernunft, entfacht."


Quelle: Talawah Verlag
» Das Fazit «

Um ehrlich zu sein weiß ich nicht wirklich wie ich mit dieser Rezension beginnen soll. Die Geschichte rund um die Engel hat mir unfassbar gut gefallen, denn Hawa ist es gelungen, alte Bekannte wie Engel oder Dämonen mit etwas komplett Neuem zu verknüpfen und hat ihr eigenes Ding draus gemacht. Besonders gut fand ich, dass die Engel keineswegs perfekt waren. Auch sie machten Fehler und traten in Fettnäpfchen. Gerade das machte sie für mich so nahbar.
Allerdings hatte ich am Anfang wirklich Probleme, überhaupt in die Geschichte zu finden. Das kann damit zusammenhängen, dass Georgie für mich so ziemlich jedes Klischee bedient hat, das sie hätte bedienen können. Sie ist Einzelgängerin, wird in der Schule nicht unbedingt gemocht, ist scheinbaren Mobbing-Attacken ausgesetzt und soll dann die Menschheit retten. Für meinen Geschmack leider ein wenig zu viel. So blieb Georgie für mich ein Charakter, mit dem ich mich nicht wirklich identifizieren konnte.
Versteht mich nicht falsch, ich möchte damit nicht sagen, dass ich so etwas nicht kenne, sondern vielmehr, dass ich ihr Verhalten an Stellen wie dem Mobbing nicht nachvollziehen kann. Das hängt vor allem damit zusammen, dass ich in diesen Situationen anders gehandelt hätte und sich mir die Beweggründe von Georgie entziehen. Dementsprechend konnte ich die Entscheidung, weshalb sie Engel geworden ist, ebenfalls nicht ganz nachvollziehen.

Das hängt, denke ich, aber damit zusammen, wie man selbst in einer solchen Situation gehandelt hätte und welche Erfahrungen man in diesem Bereich, besonders des Mobbings, gesammelt hat.
Nachdem ich mich durch diesen, für mein Empfinden, recht holprigen Anfang gekämpft und die Pille des Unmöglichen geschluckt hatte, nahm die Geschichte rasch an Fahrt auf und Georgie machte einen für mich sehr positiven Wandel durch. Sie entwickelt sich zu einer Person, deren Handlungen ich viel besser verstehen konnte. Die Klischees, die mich anfänglich so gestört haben, sind fast gänzlich verschwunden. Ich hatte fast den Eindruck, als hätte die Autorin den Anfang unabhängig vom Rest geschrieben, ohne das negativ zu meinen, denn hat der Leser die Verwandlung Georgies überschritten, wandelt sich die ganze Geschichte um 180 Grad und wird zu etwas ganz Besonderem. 
Sie wird zu einer Protagonistin, dessen Handeln und Charakter so tiefgreifend wird, dass ich den Eindruck hatte, sie würde mich in einen Strudel aus Emotionen und Prophezeiung hineinziehen. 
Wer eine Achterbahnfahrt der Gefühle und Aktion erleben will, sollte definitiv dran bleiben, denn das lohnt sich.
Ich kann nur sagen, dass ich mich echt geärgert hätte, wenn ich nicht weitergelesen hätte und hoffe, dass, sollte es einen zweiten Teil geben ( was ich nach DIESEM ENDE stark hoffe...),  dieser dort ansetzt wo Band 1 zu Ende war. Denn Georgie hat sich zu einer Protagonistin gemausert, die ich nicht missen möchte.
Der Schreibstil von Hawa Mansaray konnte mich vollends überzeugen und ist so fließend, dass er mich mitgerissen hat, wie ein Wasserfall.
Letzten Endes gibt es von mir gute 3 von 5 Pfoten, weil ich mir gewünscht hätte, dass der Anfang anders gewesen wäre.
Für mich aber sonst eine absolute Leseempfehlung
Aber auf die Fortsetzung bin ich mehr als gespannt und hoffe wirklich,  dass es so weiter geht, wie es geendet hat. ❤

1 Kommentar

  1. Huhu, Anna!

    Bin über FB auf deinen Blog aufmerksam geworden und habe mich gleich mal als Leserin eingetragen:) Es gefällt mir echt gut hier und ich werde öfter zum Stöbern vorbei schauen!

    LG, Claudia :)
    www.claudiasbuecherhoehle.blogspot.de

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