Rezension| Conversion: Zwischen Tag und Nacht


Conversion | Zwischen Tag und Nacht | Band 1 | C. M. Spoerri & Jasmin Romana Welsh | 422 Seiten | Sternensand Verlag 

Print: 12,95 € Ebook: 6,99 € | Kaufen? Bei Amazon, beim Verlag
Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar




» Der Inhalt «

Skya: »Ich bin Skya und lebe auf der Insel Diés. Mein Volk ist äußerst intelligent und wir beten die Göttin Solaris an, die uns tagsüber ihre Gabe leiht. Dann gibt es noch diese gehirnlosen Muskelpakete, die auf der Nachbarsinsel Nox leben und deren Kräfte nachts von ihrem Gott Lunos verstärkt werden ...«
Zero: »Was willst du damit sagen, Prinzessin?« 
Skya: »Unterbrich mich nicht. Ich versuche gerade, den Lesern zu erklären, wie unsere Welt funktioniert.«
Zero: »Du meinst wohl eher: unsere beiden Inseln.«
Skya: »Dieser Besserwisser hier ist übrigens Zero, der selbstverliebte Anführer der Nox. Aber immerhin hilft er mir, meine Freundin Mona vor den Diés zu verstecken.«
Zero: »Mhm. Aber nur, weil mein dämlicher Bruder sich mit deiner Freundin eingelassen und sie geschwängert hat!«
Skya: »Wir müssen jetzt zusammenarbeiten und versuchen, die Schwangerschaft vor den Ältesten geheim zu halten. Ansonsten droht uns allen die Todesstrafe – wir dürfen untereinander keinen Kontakt haben. Und schon gar keine Kinder zeugen, weil Mona ... sie wird bei der Geburt wahrscheinlich sterben ...«

Quelle: Sternensand Verlag

» Das Fazit «

Ok. Ich bin eindeutig ein Cover-Opfer. Das Cover ist unfassbar genial geworden und spiegelt die Storry super wieder. Tag und Nacht liegen genauso eng zusammen wie Liebe und Hass. Ein mega schönes Cover zu einer noch viel schöneren Geschichte. Allerdings dachte ich am Anfang, dass die ganze Story sich nur um die Schwangerschaft drehen und dementsprechend sehr eintönig werden würde. Weit daneben gehauen. Die Schwangerschaft ist nur die Spitze des Eisberges und fördert mehr zu Tage, als den Rat lieb sein dürfte. 
Diese Wendungen und das Aufdecken dieser dunklen Geheimnisse hätte ich niemals für möglich gehalten.
Aber von Vorne.
Der Einstieg ins Buch fiel mir sehr leicht. Man wurde nicht ins kalte Wasser geworfen, sondern die Geschichte nahm so langsam an Fahrt auf. Vor allem in Skya konnte ich mich unfassbar gut von Anfang bis Ende hineinversetzen und das nicht nur, weil sie eine toughe junge Frau ist, sondern auch sich durchzusetzen weiß. Vor allem gegenüber dem Muskelprotz, namens Zero, dessen Name irgendwie gut zu ihm passt, wenn ich darüber nachdenke, wie er sich selber beschreibt und mit welcher Vergangenheit er zu kämpfen hat.
Der Leser entdeckt immer mehr Seiten an den Figuren, die man aus zweierlei Sicht kennenlernt. Zum Einen aus der Sicht von Zero, zum Anderen aus der Sicht von Skya. So gelingt es den beiden Autoren, die Story sehr gut auszuleuchten. 

Sonst hat man gerade bei solchen Geschichten das Problem, dass man sich entweder auf die eine oder die andere Seite schlägt und gewisse Handlungen nicht nachvollziehen kann. Dies war hier jedoch gar nicht der Fall.
Ich liebe Dies genauso wie Nox. Wobei ich eher denke, dass ich eine Nox geworden wäre...
Zwei Inseln, die unterschiedlicher nicht sein könnten und genau dieser Unterschied wird auch im Buch sehr schön deutlich und doch merkt man die Verbundenheit.
Die Gemeinsamkeit, dass doch alle irgendwie gleich sind.

Super gefallen hat mir, dass alltägliche Themen mit komplett Neuen vermischt und zu einer ganz eigenen Komposition verschmolzen wurden.
Die Figuren waren trotz ihrer Unterschiedlichkeit so greifbar und dynamisch, dass ich manchmal den Eindruck hatte, Zero hätte mich soeben am Handgelenk gepackt oder Skya mich angebrüllt.
Wenn das gelingt, haben die Autoren alles richtig gemacht.
Aber diese Wendungen, die haben es in sich. Nichts davon hätte ich erahnen können. Klar, habe ich mich selbst hinterfragt, warum Nox und Dies sich nicht lieben dürfen und was der Sinn dahinter ist. Ich habe aber mit etwas komplett Anderem gerechnet. Unfassbar, unfassbar genial. 

Manch einer mag sagen, man kann nicht erkennen, welche Autorin welche Passagen geschrieben hat. Aber ich finde, man merkt es an einigen Stellen. Vor allem, wenn man zuvor Absolution gelesen hat, wird man erkennen, wer wen geschrieben hat.
Hätte ich nicht gewusst, dass es so ist, hätte ich gedacht, dass beide gemeinsam an einer Stelle geschrieben hätten. Man merkt kaum einen Unterschied.
Die Abstimmung der beiden Autorinnen hat mehr als gut funktioniert, würde ich sagen und genau das spiegelt sich auch in der Geschichte wieder.
Neu, innovativ, erfrischend, mit dem eigenen Stil der Autorinnen und einem Hauch Humor, wird eine düstere dramatische Geschichte doch noch mit Lichtblicken und wahnsinns Wendungen gefüllt, bei denen mir das eine oder andere Mal schon Mal die Spucke wegblieb.
Besonders das Ende hat mich umgehauen...

Aber sorry, WARUM MUSS ICH JETZT SO LANGE WARTEN... ich möchte doch wissen, was mit Skya und Zero und Calem und Mona passiert... das könnt ihr mir doch nicht antun.
Ich mache hier, genau hier, einfach einen Sitzstreik. (Mit Keksen und Milch, ja) und schmolle so lange, bis Band 2 da ist.

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