Über das Bloggen und warum nicht alles immer rosarot ist...


Das Internet ist groß. Die Hobbies vielfältig. 
Waren Bücher früher ein Bereich im Leben, der den Reichen und Schönen vorbehalten war, erfreuen sich diese an einer breiten Masse an Lesern und Bloggern.
Vielfältige und einzigartige Literatur-Blogger, oder Buchblogger genannt, lassen sich nun im Netz finden.
Das Hobby zum Beruf umfunktioniert, wenn man so will.


Bücher und Bloggen, passt das zusammen?

Die schlichte Antwort lautet: Ja.
Einige mögen nun mit der Stirn runzeln und sich fragen, warum? Warum nicht ein anderes Hobby, mit dem man später vielleicht mehr anfangen kann, wie Sport?
Warum nicht etwas für sich tun?
Nun, wir tun doch etwas für uns. Für unseren geistigen Zustand und Vitalität im Kopf.
Wir sind die Träumer, Dichter und Denker, die die Welt noch nicht gesehen hat und brauchen wird.
Wir sind die, mit zu viel Kreativität und Fantasie. Die Querdenker und Neuerschaffer. Die, die über die Grenzen hinaus denken. Neue Welten erschaffen und Alte einreißen.
Denn Buchblogger sind nicht nur die Leser. Nein. Auch die Autoren, Verlage und Zeitungen, nur um einen Teil der Menschen zu nennen, die über Literatur bloggen.
Letzten Endes sind Berichte in Zeitungen und Zeitschriften auch nichts anderes als das, was Blogger im Internet erreichen (nur ohne Germanistik studiert zu haben...): Menschen dafür zu begeistern und Bücher zum empfehlen.
Lesen verbindet. Bücher verbinden. Bloggen verbindet.
Wie sollte also das Bloggen nicht zum Buch passen?
Beides schafft Erinnerung und Gefühle. Übermittelt Empfindungen und Meinungen.
Kritisch wie Neutral.
Die Blogger und Blogger-Geschichten sind so unterschiedlich und vielfältig wie die Bücherauswahl selbst.
Doch Eines haben sie alle gemeinsam: Sie erreichen Menschen; teilen eine Leidenschaft die weitaus mehr als ein Hobby ist/geworden ist.

Wie sollte das Bloggen also nicht zu den Büchern passen, wenn sie beides so viel mehr, als eine bloße Seite im Internet oder in der Hand sind?

Diese Sache Rezensionen...

Doch nicht alles ist immer so schön, wie man sich das vorstellt. 
Man denkt: Hey, die lesen nur und stellen das ja eigentlich dann vor. Nichts Schwieriges.
UND: Sie bekommen sogar Gratis-Bücher, wie soll man das nicht entspannt sehen?

Es mag stimmen, dass man als Buch-Blogger die Bücher gratis bekommt und auch, dass man sie dann "nur" rezensieren muss.
Allerdings einfacher gesagt, als getan.
Man verdient mit den Rezensionen kein Geld. Es läuft also alles parallel zum richtigen Leben und erwischt man dann auch noch ein Buch, dass Einem so gar nicht zu sagen, sind Leseflauten und Probleme schnell vorprogrammiert.
Mancher mag jetzt sagen: Selber schuld, hast es dir ja so  ausgesucht.
Das mag stimmen, doch letzten Endes konnte man selbst auch nicht ins Buch hineinlesen und stellt manchmal erst hinterher fest, dass es doch nicht das Richtige für einen selber war.
Leseflauten sind das eine Problem, lesen, obwohl man gar keine Lust dazu hat.
Das Andere ist, dass man dann überlegen muss, wie man ein Buch verkaufen will und wie man das rüber bringt. 
Es soll ja immer noch informativ und interessant sein, ohne zu langweilen.
Rezension oder Impressionen?
Das ist die Frage.
Nicht Alles ist also in drei Minuten geschrieben, auch wenn manche Posts doch sehr spontan sind.
Rezensionen nehmen dann doch wesentlich mehr Zeit in Anspruch. Vor allem dann, wenn man wie ich nichts vorher aufschreibt und sich erst dabei Gedanken macht (sehr intelligent).
Real Life? Wird eindeutig überbewertet.

Und wenn wir schon dabei sind: Leseflauten können ziemlich nervig sein. Vor allem dann, wenn man in der BUCH-Blogger-Szene mitmischt.
Wie will man Bücher vorstellen, wenn man gerade gar keine Lust hat zu lesen?
Kreativität ist gefragt.
Und das geht auch nicht innerhalb von zwei Minuten.
(Außer man ist der kreativste Mensch auf Erden und heißt Einstein)
Spontanität und Einfallsreichtum sind hier wohl zwei wichtige Schlagworte, die jeder Blogger von uns kennt.

Fotos und andere Katastrophen...

Wenn wir schon bei Spontanität und Kreativität sind: Den Meisten von uns fallen die Ideen zu Fotos und Selfies doch eher...SPONTAN ein. 
Welche Deko muss ich horten, um welches Buch vorzustellen?
Passt das dazu und wenn nein, WARUM NICHT?
Frische Blumen? Oder doch lieber der Plastik-Efeu?
Hatte ich die Uhr jetzt zu oft auf anderen Fotos, oder kann ich die nochmal benutzen?
Fragen über Fragen und soviel zur Spontanität....
Gerne genommen sind auch Bundstifte oder Kaffebecher (Tipp, so fotografieren, dass man nicht hineingucken kann. Voll gibt es einer Sauerei auf dem Bett- ich spreche aus Erfahrung).
Nach dem 30 Mal panisch Becher festhalten, gelingt dann ein annehmbares Foto (und bloß nicht zu viel bewegen beim Aufstehen, ok? Oder vorher den Becher wegnehmen...).
Achso, und bitte nicht zu viel Wackeln. Wenn das Licht nicht stimmt, muss man halt auch mal die Bücher als Erhöhung benutzen und mal 30 Sekunden belichten, schön stillhalten, also.

(Manchmal bin ich schon neidisch auf die Qualität der Fotos von Anderen...die Ausrede meistens: ja, mein Zimmer ist zu dunkel und ich hab nicht die gleiche Ausrüstung *Spiegelreflex in die Ecke schieb*. Ab und an siegt dann einfach die Bequemlichkeit und Faulheit, ja, das geb ich zu. Da greift man auch einfach zum Handy und hofft auf ein halbwegs annehmbares Foto...nicht sauer sein. Dann ist es auch mal ein SELFIE....weil die Haare heute richtig genial sitzen...wenn man zu Hause ist und es nicht braucht.)


Post (it)

Die berühmten Posts, vor denen jeder Blogger jeden Tag mehr Angst hat, der nicht "plant".
Jeden Morgen die gleiche Panik: Mist, was soll ich heute erzählen? Gibt es überhaupt etwas zu erzählen?
Hab ich genug gelesen oder ein neues Buch angefangen?
Will ich das Buch vielleicht empfehlen? Nein? Wieso nicht..und, interessiert es die Leser überhaupt?
Manchmal glaube ich, dass einige Posts einfach aus der Laune heraus entstehen. Das sind doch die Besten.
Keine geplanen Posts, wie die Rezensionen, sondern einfach Dinge, die einem spontan einfallen.
Gedanken und Ideen, die sonst nur durch den Kopf huschen und jetzt schlichtweg niedergeschrieben werden.
Versteht mich nicht falsch, ich halte geplante Posts, die mit Ideenzettel geschrieben werden (wie dieser Beitrag) für sinnvoll. Sogar für sehr sinnvoll. So verzettelt man sich  nicht (haha).

Wem gar nichts einfällt: Zitate, Sprüche über Bücher, Reposts, Cover teilen, Neuerscheinungen- das geht immer. 
Oder ein Foto von dir vor deinem Regal, wenn du verzweifelt nach Platz suchst, jeder fühlt mit dir. Du hast mein Beileid.

Ich bin wohl eher der Spontane(wie man auf dem Foto wohl sieht...). Planen liegt mir nicht so. Manchmal. Ja.
Aber sogar meine Rezensionen sind spontan....(dementsprechend muss ich sie sehr zeitnah schreiben...sonst vergessen was sagen wollen *Gelernt Deutsch bei Yoda ich hab*) und meine Posts dann erst recht.
Sogar meine Fotos sind nicht zwei Wochen vorgeplant und somit panike ich morgens um 8 im Bett und denke mir: Um 12 musst du hallo sagen, du hast nicht gelesen, weil Filme und Serien (oder das Handy...böses Handy...) spannender waren. 
Gute Voraussetzung also. 
Neue Bücher kommen auch bald. Hast immer noch keinen Platz, trotz neuem Regal.
Super Voraussetzung also.
Man merkt, mein Leben ist eine einzige Planung, ja ja...

Likes und Kommentare....

Davon können vor allem Facebook-Blogger (mimimi, Facebook Blogs sind keine richtigen Blogs...mimimi) wohl ein Lied singen.
Ohne Kommentare und Likes keine Reichweite.
Traurig aber wahr.
ALSO immer schön Liken und Kommentieren, wenn ihr eure Lieblings-super-mega-genialen-herzens-Blogger unterstützen wollt.


Nebenbei: wenn jemand sagt ihm sind Likes und Kommentare nicht wichtig, oder freut sich nicht drüber, dann ist das eine Lüge. Ihr habt die Erlaubnis, diesen Blogger zu hauen (mit freundlichen Grüßen, Ich und meine Hand).
Jeder freut sich, wenn die Arbeit geschätzt und gewürdigt wird.
Jeder freut sich über positives Feedback und JEDER freut sich, wenn Dinge geteilt werden.

Ich gebs zu. Ich stalke Bloggerkollegen und beneide sie um ihre Likes und Kommentare. Stalking ist wichtig für das Ego, noch besser zu werden, ja ja. 
(Was machen die Anderes, als ich. DAS spornt mich an. Und hey, ich kann trotzdem deren Posts und Fotos liken und kommentieren, ohne gleich grün umzukippen. Man sollte Anderen ihren Erfolg auch mal gönnen und nicht nur neidisch daneben stehen...ihr wollt doch auch, dass man sich für euch freut, oder? RICHTIG. Also. PARTY UND FREUDE FÜR ALLE.)
Manch Einer macht aber auch einen halben Wettbewerb draus: Wer hat mehr Likes und wer kommt besser an.
Warum?
Haben wir nicht alle das gleiche Ziel, sollten wir uns nicht alle gleichermaßen unterstützen und nicht versuchen, anderen eines auszuwischen?
Das hilft weder dem Gewissen noch Einem selber.
Klar, gibt es immer Dinge, die Einem an Anderen nicht passen, zum Beispiel Posts wie: 

Heute war ich auf Toilette. Die Toilette war sehr schön.Es stand allerdings WC dran. Ich habe das nicht verstanden.
Na ja, ihr werdet schon wissen, was ich meine. Lasst doch jeden das machen, was er/sie möchte. Und wenn er/sie euch etwas über den Besuch auf der Toilette erzählen will, dann soll er/sie das machen.
Niemand ist gezwungen eine Seite zu liken oder zu kommentieren oder gar anzugucken
Nein nein nein. Ne. Wirklich nicht.
Das Internetz ist groß und es gibt gewiss noch tausend andere Blogger, die sich auch über den Like freuen.
Wir sind doch eine große Familie...da brauchen wir uns nicht im Internet selber fertig machen (das Leben f**kt uns doch schon genug, oder wie war das...hallo, Niveau). Das Internet macht nicht anonym. Spätestens auf den Buchmessen sieht man sich gewiss und mit Pech wohnt man sogar in der gleichen Stadt. 


So ist das Blogger-Leben. Nicht perfekt und doch voller Spaß und Freude. Ärger- und Hindernissen.
Aber es ist echt und, ich denke ich kann für uns alle sprechen, wir lieben es.
Sonst würden wir das vermutlich nicht machen!
Auch wenn es manchmal Neid und Missgunst gibt, wie in jeder guten Beziehung oder Freundschaft, ist es doch genau das, was ich nicht missen möchte.

Und nun, liebe Leute, bloggt und teilt Fotos von Büchern, auf das mein Konto weine.

Kommentare

  1. Aaawwww süße ��
    Das hast du so toll genau auf den Punkt gebracht.
    Ich musste echt lachen und ich glaube ich hab beim lesen sogar geknickt xD

    Klasse Post ��

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  2. Wirklich ein toller Post! Ich habe das heute Nachmittag schon gelesen, aber keine Zeit gehabt zu schreiben. Ich habe auf jeden Fall richtig lachen müssen! Das trifft es richtig gut.

    LG, Silke

    Mein Blog O_O

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  3. Hallo Anna!
    Das hast du schön geschrieben. Als Bloggerin unterschreibe ich das gerne. ;-) Meine Posts sind auch immer spontan und ich mache mir auch keine Notizen beim lesen, daher sind meine Rezis auch eher spontan. :-D

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    1. Jaaaa...so muss das xD die spontanen sind vmtl eh die Besten. ❤

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